Lexikonbegriff

Hohlwandmauerwerk

Das Hohlwandmauerwerk ist ein zweischaliges Mauerwerk mit einer zwischen den Schalen liegenden Luftschicht (vorwiegend im norddeutschen Raum). Man vertrat früher die Auffassung, dass eine solche Luftschicht eine Verbesserung der Wärmedämmung zur Folge hat. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn die Luft ruht. Die Luft im Hohlwandmauerwerk bewegt sich jedoch in der Regel sogar recht heftig, wodurch sich die erhoffte Wirkung nicht einstellt. Die Konstruktion entspricht daher nicht mehr heutigen Anforderungen an die Wärmedämmung. Eine Verbesserung ist durch das Einblasen, Einschütten oder Einschäumen von Dämmstoffen in den Hohlraum möglich. Verbleibende Wärmebrücken (Außenwandecken, Sturzträger, Ringbalken, Fenster- und Türlaibungen vergrößern das Risiko einer Schimmelbildung an der Innenseite. Eine bessere Lösung ist die Anwendung einer außen liegenden Dämmung.

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