Lexikonbegriff

Schwefelsäuretaupunkt

Das Abgas einer mit schwefelhaltigen Brennstoffen (Kohlen, Heizöl) gefeuerten Feuerstätte enthält neben Kohlendioxid und Wasserdampf auch Schwefeldioxid (SO2). Durch Abkühlung dieses feuchten Abgases kommt es zur Bildung von Schwefelsäure (H2SO4), sofern die Taupunkttemperatur von etwa 120 °C unterschritten wird. Die aggressive Wirkung der Schwefelsäure führt zur gefürchteten Schornsteinversottung. Bei einer höheren Abgastemperatur ab etwa 140 °C tritt das für die Bildung der Schwefelsäure verantwortliche Schwefeldioxid gasförmig auf und bleibt dabei unschädlich für den Abgasweg. Eine feuchteunempfindliche Abgasleitung für ein Brennwertheizgerät ist davon nicht betroffen (säurefest).

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