EPS-Hartschaum-Dämmplatten
Steckbrief, bauphysikalische Eigenschaften, Anwendungen, Vor- und Nachteile von EPS-Hartschaum-Dämmplatten
Dämmstoff | EPS-Hartschaum-Dämmplatten |
---|---|
schüttfähig | |
einblasfähig | |
mattenartig | |
plattenartig | x |
Kurzcharakteristik | gut verarbeitbar, preiswert, sehr gut wärmedämmend |
Anwendung, Eignung, Verarbeitung: | Innendämmung; Außenwanddämmung als WDVS (Thermohaut), geputzt oder mit hinterlüfteter Fassade; Kerndämmung (spezielle Zulassung), Unter- und Übersparrendämmung; Trittschalldämmung; Kelleraußendämmung (spezielle Zulassung), Kellerdeckendämmung |
Abbildung | ![]() ![]() |
Video | Video |
Handelsname(n) | Styropor, airpop, Austrotherm, Steinopor, Sagex, Swisspor, u.a. |
Herstellung, Herkunft | EPS, Schaumkunststoff; Monostyrol, hergestellt aus Erdöl (lange Prozesskette mit einer Reihe giftiger Stoffe), polymerisiert zu Polystyrol; Polystyrolgranulat verklebt durch Wärmeentwicklung; das im Granulat enthaltene Treibmittel Pentan bläht durch die Wärmeeinwirkung das Grundmaterial auf; Blöcke oder Formteile |
stoffliche Eigenschaften | thermoplastischer Schaumkunststoff; sehr gut wärmedämmend; sehr leicht; leicht diffusionsbremsend; lässt sich einfach mit Hitzdraht schneiden |
staubfreie Verarbeitung möglich | ja |
sorptionsfähig | nein |
kapillar leitfähig | nein |
Setzbarkeit | |
Dämmstoffdichte in kg/m³ | PS15: 15 ; PS20: 20; PS30: 30 |
Wärmeleitfähigkeit in W/mK | 0,032 (grau) bis 0,040 (weiß) |
U-Wert bei 20 cm Stärke in W/m²K | 0,16 bis 0,20 |
Diffusionswiderstand my | PS 15 ca. 20 – 50, PS 20 ca. 30 bis 70, PS 30 ca. 40 – 100 |
Wärmekapazität, spezifische in kJ/kgK | 1,5 |
Herstellungsenergie kWh/m³ | 530 bis 1050 |
Brandschutzklasse | B2, B1 mit Hilfe von Flammenschutzmitteln (Bromwasserstoff, Phosphorverbindungen) |
Angebot, Liefermöglichkeit | praktisch in allen denkbaren Größen |
Risiken, Umweltaspekte | bei der Herstellung: gefährliche Benzol- und Monostyrolemission, Pentanemission (Schäumungsvorgang, klimarelevantes Gas); im Gebrauch: nach einer Ausgasungszeit von mindestens 6 Wochen nach Herstellung keine nennenswerten Emissionen; im Brandfall: Belastung mit toxischen Gasen (Kohlenmonoxid, Aromaten); Bromhaltige Flammschutzmittel sind umwelt- und gesundheitsschädlich |
Beständigkeit | nicht lösemittelbeständig; zersetzt sich durch UV-Strahlung; im eingebauten Zustand unverrottbar; im Erdreich ohne weitere Beschichtungen einsetzbar (spezielle Zulassung |
Entsorgung | teilweise recyclebar (downrecycling); meist energetische Verwertung; problematische Stoffe bei der Verbrennung (spezielle Müllverbrennungsanlagen; In Deutschland durften HBCD-haltige Polystyrol-Dämmstoffe nur bis zum 30. Dezember 2017 als ungefährlicher Abfall entsorgt werden (Müllverbrennung) |
Zulassungs-Nr. bzw. Normen | DIN 18164, EN 13163 |
Vorteile: | große, ununterbrochene Flächen können rasch und sauber gedämmt werden; keine Faser- oder Staubemissionen bei der Verarbeitung; gut passend zuzuschneiden mit Thermodraht; sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
Nachteile: | Platten wenig elastisch, deshalb Einpassungsprobleme bei einer Zwischensparrendämmung bzw. Dämmung zwischen Konstruktionshölzern (z.B. Außendämmung mit hinterlüfteter Fassade); relativ hoher Dampfdiffusionswiderstand; erschwert diffusionsoffene Konstruktionen; Schrumpfung der Platten um bis zu 3 mm pro Meter im Verlaufe des ersten halben Jahres nach Herstellung; wegen geringer Masse; reduzierter sommerlicher Wärmeschutz im Dach |
Preis in EUR für 20 cm Dämmstoffdicke pro m² | ca. 25 € EPS-Material |
weitere Informationen | Industrieverband Hartschaum, Güteschutzgemeinschaft Hartschaum e.V. |