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Wärmegedämmte Geschossdecken

Alles zu richtig wärmegedämmten Geschossdecken, zur fehlerfreien Ausführung auf der Baustelle und der Mängelvermeidung

Wärmeströme von Geschossdecken, die beheizte Räume begrenzen

Geschossdecken haben im Wohnungsbau sowohl eine trennende als auch eine stabilisierende Funktion. Daher spielen deren wärmetechnische, statische sowie die den Schallschutz beeinflussende Eigenschaften eine wichtige Rolle. Die uns auf dieser Webseite besonders interessierende Wärmedämmung einer Geschossdecke hat sowohl für die Behaglichkeit als auch für den Heizwärmeverbrauch eine immense Bedeutung, sofern die Geschossdecke die Grenze zwischen einem beheizten und unbeheizten Hausabschnitt darstellt.

Betrachten wir die wärmedämmenden Eigenschaften der jeweils letzten Geschossdecke über bzw. unter einem beheizten Wohnbereich genauer. Im Laufe der Zeit gab es immer wieder neue Deckenkonstruktionen, die unterschiedliche wärmetechnische Eigenschaften aufwiesen. Die klassische Holzbalkendecke hat im Verhältnis zu einer Stahlbetondecke ohne Dämmung gar nicht so schlechte Werte. Aber es geht natürlich viel besser. Eine moderne Deckenkonstruktion aus Stahlbeton mit einer oberseitigen Dämmung, z.B. aus 20 cm Mineralwolle erreicht einen U-Wert von 0,2 W/(m²K).

Geschossdecken haben in der Regel nur einen geringen quantitativen Einfluss auf die Energiebilanz des Hauses, wenn sie zwei etwa gleich beheizte Geschosse trennen. Ist hier z.B. auf Wärmebildern von außen ein Wärmeverlust erkennbar, entsteht er im Auflagerbereich der Decke infolge schwacher oder fehlerhafter Dämmung der Stirnseite. In diesem Falle wird sich ein Baumangel auf die Behaglichkeit und die Bauschadensfreiheit auswirken.

Eine rote Banderole entsteht, wenn die Stirnseiten der Decke falsch gedämmt wurden

So kann es zu Schimmelstreifen im Fußleistenbereich oberhalb einer massiven Geschossdecke kommen, und zwar auch dann, wenn die Decke von unten gut gedämmt ist. Zu oberflächlichen Durchfeuchtungen am Innenputz unterhalb einer massiven Geschossdecke kann es kommen, auch wenn die Decke von oben gut gedämmt ist. Die Schadensursache ist immer eine zu niedrige Oberflächentemperatur an den betreffenden Stellen auf der Innenseite der Außenwand. Sie wird durch fehlende oder falsch ausgeführte Randdämmung der Decke hervorgerufen. Das zeigen Wärmebilder von Gebäuden mit Massivdecken immer wieder in eindrucksvoller Weise. Mit dieser Frage beschäftige ich mich im Thema: Randausbildung von massiven Geschossdecken.

Schwach wärmegedämmter Randbereich einer Geschossdecke

Wird der Wärmeverlust untersucht, den eine Geschossdecke in Richtung eines unbeheizten Raumes, z.B. den Keller oder den Dachraum, verursacht, sind die Verluste dagegen erheblich.

Auf die konkrete Ausführung der Wärmedämmung von Geschossdecken im Neubau bzw. auf Verbesserungsmöglichkeiten im Altbau gehe ich in den Abschnitten Wärmedämmung der obersten Geschossdecke und Wärmedämmung der untersten Geschossdecke genauer ein.

Autor: now