Beleuchtung

Strom und Kosten sparen durch LED-Leuchtmittel, Lichtausbeute, Vorteile, Tipps zum Ersatz klassischer Glühlampen

Die Beleuchtung mit klassischen Glühbirnen und Energiesparlampen (Leuchtstoffröhren) machte bis 2010 etwa 10 % des Stromverbrauchs eines privaten Haushaltes aus. Mit der raschen Marktdurchdringung der LED in den letzten drei, vier Jahren ist der Verbrauchsanteil jedoch stark gesunken und macht bei konsequenter Anwendung der LED nur noch einen Anteil von 2 % bis 3 % aus. Bei einem Vier-Personenhaushalt entspricht dies noch 60 bis 90 kWh im Jahr.

Leuchtmittel mit LED in alter Glühlampenform, Sockel E27, Abb. pixabay
Leuchtmittel mit LED in alter Glühlampenform, Sockel E27, Abb. pixabay

LED ist die englischsprachige Abkürzung für ein Licht aussendendes Halbleiterbauelement, die Leuchtdiode. LEDs mit akzeptablen Farbtemperaturen sind etwa seit 2010 auf dem Markt. In verschiedensten Bauformen hergestellt, sind LEDs mittlerweile für alle denkbaren Fassungen und Anwendungen verfügbar. Die besonderen Vorteile der LED liegen in ihrer hohen Energieeffizienz und langen Lebensdauer.

„LED-Leuchtmittel erreichten mit Stand 2016 eine Lichtausbeute von bis zu 134 lm/W. Damit sind sie mehr als 12-mal so effizient wie herkömmliche Glühlampen (6–19 lm/W), deutlich effizienter als Fluoreszenzlampen (Leuchtstoffröhren bzw. Energiesparlampen) mit ca. 89 bis 104 lm/W und Halogenlampen (19 bis 18 lm/W)" (Wikipedia).

Energielabel LED-Leuchtmittel, Quelle: www.co2online.de
Energielabel LED-Leuchtmittel, Quelle: www.co2online.de

LEDs besitzen viele Vorteile und nur wenige Nachteile. Neben der Energieeffizienz und der langen Lebensdauer arbeiten LEDs besonders sparsam bei kalten Außentemperaturen. Bei hohen Umgebungstemperaturen sinkt dagegen die Lichtausbeute und die Lebensdauer verringert sich. LEDs sind unempfindlich gegen häufiges Ein- bzw. Ausschalten und senden keine Infrarot- oder UV-Strahlung aus. LEDs sind weitgehend bruchsicher und beinhalten keine problematischen Stoffe (wie z. B. Quecksilber). LEDs werden auch als dimmbare Variante angeboten. Diese Eigenschaft setzt ein Schaltnetzteil voraus. LEDs können flackern, was jedoch auf defekte oder billige Exemplare hindeutet.

Da inzwischen für nahezu alle Beleuchtungsaufgaben LEDs mit entsprechenden Sockeln, Lichtstärken und Farbtemperaturen verfügbar und die Kosten dafür stark gesunken sind, spricht nichts mehr für die Beibehaltung von Glühlampe und Co.

#Tipps zum Sparen bei der Beleuchtung

  • Als Ersatz für eine klassische 60-Watt-Glühlampe (etwa 700 Lumen) können LEDs ab zwei Watt im Bereich 700 bis 750 Lumen dienen.
  • Setzen Sie bei Ausfall einer konventionellen Glühlampe, dort wo es möglich ist, immer ein der Bauform ähnliches LED-Leuchtmittel ein, damit die Lichtverteilung der Leuchte (Reflektor) nicht gravierend verändert wird.
  • Besonders sparsam ist es, wenn ältere Halogenstrahler für indirektes Licht (z. B. Deckenfluter) durch LEDs ersetzt werden.
  • Auch wenn LEDs sehr sparsam sind: Beleuchtungsaufgaben mit Batterien abzudecken ist nur im mobilen Einsatz ratsam.
  • Eine Entscheidungshilfe beim Kauf ist das EU-Energielabel.
  • Defekte LED-Lampen gehören in den Elektronikschrott, da hochwertige Materialien verbaut sind, die der Wiederverwendung zugeführt werden können.
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| Autor: fnow

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