Hanffaser-Dämmmatten

Steckbrief, bauphysikalische Eigenschaften, Anwendungen, Vor- und Nachteile von Hanffaser-Dämmmatten

Dämmstoff Hanffaser-Dämmmatten
schüttfähig
einblasfähig
mattenartig x
plattenartig
Kurzcharakteristik mottensicher, sorptionsfähig, diffusionsoffen, guter Dämmwert
Anwendung, Eignung, Verarbeitung Geschossdecke; Innendämmung; Trennwände; Zwischensparrendämmung; Außenwanddämmung mit hinterlüfteter Fassade; einfache Verarbeitung: Schnitt mit Dämmstoffmesser, Alligator oder Kreissäge möglich; geputzte Außenwanddämmung WDVS (Capatect)
Abbildung Dämmmatte aus HanffasernDämmmatte aus Hanffasern
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Handelsname(n) Thermo-Hanf, Naporo Klima Hanf, Capatect
Herstellung, Herkunft aus einheimisch angebauten Hanfpflanzen; beim Anbau wegen der Selbstschutzeigenschaften der Pflanze kein Pestizid- oder Fungizideinsatz erforderlich
stoffliche Eigenschaften die Faser ist glatt, reißfest und hat eine gute Rückstellfähigkeit (federt); im offen eingebauten Zustand feuchteregulierend (überschüssige Feuchtigkeit wird aus der Raumluft aufgenommen und bei Reduzierung der Raumluftfeuchte wieder an die Luft abgegeben) Sorptionsfeuchte 7 bis 18 %; Soda wird als Brandschutz beigemischt
staubfreie Verarbeitung möglich ja
sorptionsfähig ja
kapillar leitfähig ja
Setzbarkeit gering
Dämmstoffdichte in kg/m³ 30–100 (schwere Platte für Fassadendämmsystem Capatect)
Wärmeleitfähigkeit in W/mK 0,040
U-Wert bei 20 cm Stärke in W/m²K 0,2
Diffusionswiderstand my 1 bis 4
Wärmekapazität, spezifische in kJ/kgK 1,7 bis 2,3
Herstellungsenergie kWh/m³
Brandschutzklasse B 2 durch Zusatz von Borsalz oder Soda (Thermo-Hanf), DIN EN 13501-1 D mit Ammoniumsalz (naporo)
Angebot, Liefermöglichkeit vernadelte Dämmfilze mit Polypropylen- oder Polyesterfasern (15 %) durchsetzt, Stärken bis 200 mm.
Risiken Staubentwicklung bei der Verarbeitung
Beständigkeit mottensicher, da kein tierisches Eiweiß; keine Nahrungsgrundlage für andere Tiere (ausgenommen Holzschädlinge); Material wird zum Nestbau verwendet, daher gut gegen das Eindringen von Tieren schützen; längere Durchfeuchtung vermeiden, da fäulnisgefährdet; durch Borsalzzusatz Schimmelbildung erschwert
Entsorgung recyclingfähig; unbehandelter Hanf ist gut kompostierbar; Achtung Borsalz
Zulassungs-Nr. bzw. Normen Z-23.11-1341 (Thermo-Hanf)
Vorteile: einheimische Produktion möglich; staubarme Verarbeitung; hohe Wärmespeicherkapazität; sehr geringe Neigung zur Schimmelbildung
Nachteile: Lückenlosigkeit der Wärmedämmung infolge Zuschnitt nicht durchgängig erreichbar (Anschlussprobleme); Freisetzung atembarer Fasern bei ungeklärter Biolöslichkeit
Preis in EUR für 20 cm Dämmstoffdicke pro m² ca. 11 € / 80 mm
weitere Informationen Zwischensparrendämmung ; https://www.thermo-hanf.de https://www.naturanum.de/baustoffe/daemmung/hanfdaemmung/?srsltid=AfmBOooUNybZfxQwRd5Na9Bt8oyiTRSJBaWOooWlL0hSKSzvRz44YIyA
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Frank Nowotka von Dipl.-Ing. Frank Nowotka,

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