Umkehrdach

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#Übersicht

  • Bei einem Umkehrdach liegt die Wärmedämmung eines Warmdaches nicht unter der Dachhaut, sondern umgekehrt darüber. Das schützt die Dachhaut vor hohen Temperaturschwankungen, UV-Strahlung und mechanischen Verletzungen.
  • Der Dämmstoff muss Feuchtigkeitsresistent sein. Daher kommen nur Styropor-, Styrodur- oder Schaumglasplatten in Frage. Eine Dampfbremse wird nicht benötigt.
  • Die Dämmwirkung der aufgelegten Dämmstoffe wird durch Regenwasser geringfügig reduziert.
  • Damit die oben aufgelegte Wärmedämmung nicht unentwegt der Witterung ausgesetzt ist, werden auf die Dämmschicht entweder Kies oder Steinplatten aufgelegt. Auch die Ausführung eines Gründaches ist möglich.
  • Die Aufstellung von Modulständern für eine PV-Anlage ist möglich.

#Der Aufbau des Umkehrdaches

  1. Die Grundlage bildet eine Stahlbetonkonstruktion aus oberster Geschossdecke und ein Gefällebeton.
  2. Es folgt eine Bitumen-Voranstrich, anschließend die Dachabdichtung, die vorzugsweise mit zwei Lagen Polymerbitumenbahnen ausgeführt wird.
  3. Nun kommt die Wärmedämmung aus wasserfesten Dämmstoffen.
  4. Oberhalb der Dämmstoffe muss eine reiß- und verrottungsfeste sowie diffusionsoffene Trennlage aufgelegt werden.
  5. Nun können Kies (5cm) oder Steinplatten aufgelegt werden.

Achtung: Dachentwässerungen sind an den Tiefpunkten der Tragkonstruktion zu planen und einzubauen.

#Vor- und Nachteile von Umkehrdächern

  • In der Bauphase erfolgt die Abdichtung des Daches recht früh, so dass die Dämmarbeiten von der Witterung unabhängig durchgeführt werden können. So kann die Dachhaut rasch gegen Verletzungen und schädigendem Aufheizen geschützt werden.
  • Eine Verbesserung der Wärmedämmung kann auch nachträglich erfolgen, ohne das man die Dachhaut aufreißen muss.
  • Nachteilig wirkt sich die Beschwerung mit Kies oder Steinplatten aus, denn dadurch muss die Tragschicht so gebaut werden, dass sie dem hohen Gewicht stand hält.
  • Komm es doch zu einem Fehler (Leck) muss zur Leckortung das ganze Dach erst freigeräumt werden.
  • Nachteilig wirken sich auch die Durchgänge für Dachentwässerung und für Be- und Entlüftung aus. Die Anschlüsse müssen absolut dicht sein, was nicht immer einfach zu realisieren ist.

Autor: now