Innendämmung mit Zellulose oder Holzfasern WLG 040

Zellulose- oder Holzfasern in eine verlorene Schalung einblasen, Vollkontakt zur Wand, WLG 040, hohe Wärmekapazität, verbesserter Schallschutz

ausführlich in energytools.de: Innendämmung der Außenwände

#Welche Eigenschaften besitzen Zellulose- oder Holzfasern?

  • Zellulose- oder Holzfasern sind kapillar leit- und sorptionsfähig („saugfähig"). Sie transportieren Feuchtigkeit in alle Richtungen. Dadurch steht eine große Fläche zum Verdunsten zur Verfügung.
  • Die Fasern haben eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (WLG), sie liegt zwischen 038 und 040.
  • Das Material hat eine hohe Wärmekapazität, wodurch die sommerliche Aufheizung gebremst wird.
  • Zellulose- bzw. Holzfasern stellen beim Einblasen einen optimalen Wandkontakt her, sodass die Kapillarität im Gesamtsystem nicht unterbrochen wird.
  • Durch das Verfilzen beim Einblasen wird bereits faserseitig eine gute Luftdichtheit erreicht. Die verlorene Schalung sollte trotzdem sehr gut abgedichtet werden.

Ausführlich auf energytools.de: - Zellulosefasern, - Holzfasern

Einblasen von Holzfasern in die Gefache einer Holzständerwand
Einblasen von Holzfasern in die Gefache einer Holzständerwand

#Wie erfolgt das Einblasen?

Innendämmung anblasen mit angefeuchteter Zellulose, Abb. Isofloc
Innendämmung anblasen mit angefeuchteter Zellulose, Abb. Isofloc

Variante 1: Zelluloseflocken aus Altpapier werden befeuchtet und an die vorbereitete Wand (Holzabstandslattung) gesprüht. Nach dem Aufsprühen wird die Oberfläche mit einer rotierenden Walze abgezogen. Anschließend wird darüber eine feuchtevariable Dampfbremse luftdicht verlegt. Die raumseitige Beplankung kann mit und ohne Installationsebene durch eine Gipskarton- oder Spanplatte erfolgen.

Variante 2: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine verlorene Schalung vor die zu dämmende Wand zu montieren. Zunächst wird ein Ständerwerk gestellt, möglichst aus Holzlatten. Darauf werden OSB-Platten luftdicht montiert. Da OSB-Platten dampfbremsende Eigenschaften besitzen, kann bei trockenen Wänden und Schlagregenschutz auf eine separate Dampfbremse verzichtet werden. Ansonsten muss eine Konstruktion mit einer feuchtevariablen Dampfbremse gewählt werden. In den entstehenden Hohlraum werden Zelluloseflocken oder Holzfasern trocken mit einer Spezialmaschine eingeblasen, was eine Fachfirma übernehmen muss.

Einblasen von Zellulosefasern als Dämmung des Abseitenbereiches
Einblasen von Zellulosefasern als Dämmung des Abseitenbereiches
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| Autor: now

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