Innendämmung mit Kalzium-Silikat-Platten WLG 065

Ankleben von Kalzium-Silikat-Platten mit speziellem Kleber, Abb.: Ecoba
Ankleben von Kalzium-Silikat-Platten mit speziellem Kleber, Abb.: Ecoba

Die Kalziumsilikat-Dämmplatte wird vollflächig verklebt (Zahnspachtel) und nach dem Trocknen unter Gewebeeinlage verputzt.

Die Anwendung von Kalzium-Silikatplatten in der Innendämmung sollte Sonderfällen vorbehalten sein, in denen z. B. mit einer überhöhten Mauerwerksfeuchte gerechnet werden muss. In kritischen Fällen (bereits längere Zeit vorhandene Schimmelerscheinungen und partielle dauerhafte Durchfeuchtungen infolge Tauwasser) sind kapillaraktive Innendämmsysteme, wie sie z. B. mit Kalziumsilikatplatten realisiert werden können, sinnvoll. Dieses Material kann eine stärkere Tauwasserbildung verhindern. Aufgrund der geringeren Dämmwirkung sind aber im Vergleich zu den klassischen Dämmstoffen größere Schichtdicken erforderlich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ungünstig. Vorteile ergeben sich aus der Schimmelresistenz des Materials, der Unbrennbarkeit und der problemlosen Recyclingfähigkeit. Das Material ist diffusionsoffen und besitzt eine hohe kapillare Saugfähigkeit. Mögliches Tauwasser hinter der Dämmschicht wird durch die kapillaraktiven Eigenschaften verteilt und entspannt. Dampfbremsen und diffusionsdichte Anstriche dürfen auf Kalziumsilikatplatten nicht aufgebracht werden!


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