Vor- und Nachteile der Innendämmung
#Welche Vorteile besitzt eine Dämmung von innen gegenüber der Dämmung von außen?
- Gewünschte behagliche Temperaturen stellen sich schneller ein.
- Nur zeitweise genutzte Räume lassen sich mit geringerem Kostenaufwand beheizen.
- Die schrittweise Sanierung von Wohnräumen ist möglich.
- Durch eine hohe Wärmespeicherkapazität massiver Wände wird dem Problem von Algenwachstum bei Außendämmungen vorgebeugt.
- Durch spezielle Konstruktion kann der Schallschutz verbessert werden.
#Welche Nachteile besitzt eine Innendämmung?
- Innendämmungen führen zu einer Absenkung der Temperatur in der dahinter liegenden Außenwand. Dadurch steigt das Frostschadensrisiko (z.B. Schäden an Heizungs-, Wasser- und Abwasserohren). Wasserführende Rohrleitungen sollten innenseitig auf die Dämmung verlegt werden.
- Ist Feuchteeintrag von außen vorhanden, wie z.B. eine hohe Schlagregenbeanspruchung sinkt die Temperatur im Wandquerschnitt ebenfalls. Deshalb sind eventuell Regenschutzmaßnahmen vorzusehen.
- Innendämmungen reduzieren den Wärmeverlust nicht im gleichen Maß, wie das bei Außendämmungen der Fall ist. Die Ursache dafür ist, dass die Verluste über nicht zu beseitigende Wärmebrücken (Decken, Fußböden, eingebundene Innenwände) zunehmen.
- Durch die Anbringung der Dämmung von innen verringert sich der zur Verfügung stehende Platz (bei einem 20 m² großen Raum etwa um 1,3 m²).
- Durch eine Innendämmung der Außenwand wird auf einen Teil (ca.20%) der wärmespeichernden Masse des Raumes verzichtet, was zwar rasche Temperaturerhöhungen durch aktive Beheizung ermöglicht, aber auch zu einer raschen Temperaturerhöhung durch solare Einstrahlung führen kann.
- Die Befestigungsmöglichkeit schwerer Gegenstände ist eingeschränkt.