Innendämmung mit Mineralfasermatten oder anderen mattenartigen Dämmstoffen
Der Einbau von Mineral-, Glasfaser- und Holzweichfasermatten zwischen Holzlattung erfordert eine separate Dampfbremse. Bei diesem System muss über bzw. vor dem Dämmstoff eine luftdicht ausgeführte Dampfbremse mit speziellen feuchtevariablen Eigenschaften verlegt werden. Eine billige Standard PE-Folie aus dem Baumarkt ist keine Dampfbremse sondern eine Dampfsperre, die hier nichts verloren hat. Auch aluminiumkaschierte Randleistenmatten gehören nicht an die Außenwand. Die Aluminiumkaschierung begünstigt Ausführungsfehler (Leckagen, Undichtheiten) und verhindert die Rücktrocknung.

#Arbeitsschritte bei einer Innendämmung mit faserartigen Matten und separater Dampfbremse
- Zunächst wird eine Traglattung in der Breite der Matten (minus 1 cm) angeschraubt und ausgerichtet. Am Boden, der Decke, an den Rändern und an den Laibungskanten bei Fenstern und Türen ist jeweils eine Traglatte zu montieren (gilt auch für die letzte Lage bei mehrlagigem Aufbau). Die Schrauben der ersten Lage Traglatten sind mindestens 1 cm zu versenken. Bei stärkeren Innendämmungen sollte die Unterlattung nach dem Auffüllen mit Dämmstoff kreuzweise in mehreren Lagen verlegt werden (empfehlenswert zur Minimierung von Wärmebrücken).
- Die feuchtevariabele Dampfbremse wird so zugeschnitten, dass die Überlappungen von etwa 10 cm immer über einer Traglatte liegen, damit Klebebänder auch wirklich angedrückt werden können. Zur Hilfe kann zunächst getackert werden. Die Tackerklammern sind aber mit einem Streifen Klebeband zu überkleben. Als Klebeband kommt nur eine spezielles dauerhaftes Klebeband des Herstellers der Dampfbremse in Frage.
- An den Rändern wird die mindestens 5 cm überstehende Dampfbremse in die Ecken eingelegt und mit einem Doppelklebeband gegen bzw. mit Spezialklebeband auf dem Putz o.ä. festgeklebt. Es empfiehlt sich, eingebundene Innenwände zuvor mit Dämmkeilen zu versehen (Beachten Sie die Hinweise in Dämmkeile).
- Eine Lage Lattung mit einer Stärke von etwa 2 cm im Abstand der Gipskartonplatten bildet den abschließenden Installationsraum (für eventuelle Kabel etc.) und einen Sicherheitsabstand zur Dampfbremse. Der Sicherheitsabstand ergibt sich aus der Forderung, dass die Dampfbremse an keiner Stelle durchlöchert werden darf. Auch spätere Durchdringungen (Nägel o.ä.) dürfen keine Schäden verursachen. Anschließend werden Gipskartonplatten o.ä. montiert und gespachtelt. An den Übergangsrändern sind dauerelastische Fugen auszubilden.