Innendämmung mit Mineralfasermatten
Innendämmung mit Mineralfasermatten, Verarbeitung mit luftdicht verlegter feuchtevariabler Dampfbremse, mit Gipskarton abgedeckt und gespachtelt, preiswert, WLG 035
ausführlich in energytools.de: Innendämmung der Außenwände
Der Einbau von Mineral- bzw. Glasfasermatten zwischen Holzlattung erfordert eine separate Dampfbremse. Bei diesem System muss über bzw. vor dem Dämmstoff eine luftdicht ausgeführte Dampfbremse mit speziellen feuchtevariablen Eigenschaften verlegt werden. Eine billige Standard-PE-Folie aus dem Baumarkt ist keine Dampfbremse, sondern eine Dampfsperre, die hier nichts verloren hat. Auch aluminiumkaschierte Randleistenmatten gehören nicht an die Außenwand. Die Aluminiumkaschierung begünstigt Ausführungsfehler (Leckagen, Undichtheiten) und verhindert die Rücktrocknung.

#Arbeitsschritte bei einer Innendämmung mit faserartigen Matten und separater Dampfbremse
- Zunächst wird eine Traglattung in der Breite der Matten (minus 1 cm) angeschraubt und ausgerichtet. Am Boden, der Decke, an den Rändern und an den Laibungskanten bei Fenstern und Türen ist jeweils eine Traglatte zu montieren (gilt auch für die letzte Lage bei mehrlagigem Aufbau). Die Schrauben der ersten Lage Traglatten sind mindestens 1 cm zu versenken. Bei stärkeren Innendämmungen sollte die Unterlattung nach dem Auffüllen mit Dämmstoff kreuzweise in mehreren Lagen verlegt werden (empfehlenswert zur Minimierung von Wärmebrücken).
- Die feuchtevariable Dampfbremse wird so zugeschnitten, dass die Überlappungen von etwa 10 cm immer über einer Traglatte liegen, damit Klebebänder auch wirklich angedrückt werden können. Zur Hilfe kann zunächst getackert werden. Die Tackerklammern sind aber mit einem Streifen luftdichtendem Klebeband zu überkleben. Als Klebeband kommt nur ein spezielles dauerhaftes Klebeband des Herstellers der Dampfbremse infrage.
- An den Rändern wird die mindestens 5 cm überstehende Dampfbremse in die Ecken eingelegt und mit einem Doppelklebeband bzw. mit Spezialklebeband auf dem Putz o. ä. festgeklebt. Es empfiehlt sich, eingebundene Innenwände zuvor mit Dämmkeilen zu versehen. Dann ist die feuchtevariable Dampfbremse mindestens bis zum Auslaufen des Keils zu verlegen (beachten Sie die Hinweise in Dämmkeile.
- Eine Lage Lattung mit einer Stärke von etwa 2 cm wird auf die verlegte Dampfbremse aufgebracht, um so einen Abstand der Gipskartonplatten für einen abschließenden Installationsraum (für eventuelle Kabel, Heizungsrohre etc.) und einen Sicherheitsabstand zur Dampfbremse zu erzielen. Der Sicherheitsabstand ergibt sich aus der Forderung, dass die Dampfbremse an keiner Stelle durchlöchert werden darf. Auch spätere Durchdringungen (Nägel o. ä.) dürfen keine Schäden verursachen. Der Hohlraum kann mit weiteren 2 cm Dämmstoff gefüllt werden. Anschließend werden Gipskartonplatten o. ä. montiert und gespachtelt. An den Übergangsrändern sind dauerelastische Fugen auszubilden.
Bitte beachten Sie den Unterschied zu Mineralfaserplatten. Ausführlich auf energytools.de: Innendämmung mit Mineralfaserplatten
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