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Begriffe zum Thema Behaglichkeit

#Absolute Luftfeuchtigkeit

Wird die absolute Luftfeuchtigkeit angegeben, ist die in der Luft enthaltene Menge Wasser in Form von Wasserdampf gemeint (Masse des Wasserdampfes in g pro m³ Luft). Die Wasserdampfmenge ist begrenzt durch die sogenannte Sättigung, wo der Maximalgehalt der von der Luft aufnehmbaren Wassermenge erreicht wird. Die Sättigungsgrenze ist temperaturabhängig, d.h. warme Luft kann mehr, kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen.

#Abwärme

Abwärme entsteht bei der Umwandlung von Energie, z.B. durch den Stoffwechsel im Menschen, bei elektrischen Geräten oder bei der Stromerzeugung (Kühltürme). Um den Wirkungsgrad zu verbessern und Wärme nicht ungenutzt in die Umwelt abzugeben, ist es möglich und ratsam, Abwärme zu nutzen bzw. zurückzugewinnen (Wärmerückgewinnung). In sehr gut gedämmten Häusern spielt die Abwärme, z.B. von elektrischen Geräten, eine so große Rolle, dass sie einen erheblichen Beitrag zur Deckung der Heizlast leistet.

#Atmende Wand

Die "atmende Wand" ist ein Ausdruck, der davon ausgeht, dass Wände luft- und wasserdampfdurchlässig sind bzw. sein sollen. Durch Zuschreibung dieser Eigenschaft sollen atmende Wände das Raumklima beeinflussen können. Diese Vorstellung entspricht jedoch nicht der Realität. Wir können heute messtechnisch zweifelsfrei nachweisen, dass ein Lufttransport sowohl durch alte als auch neuere Baustoffe einer Außenwand (Ziegel, Lehm, Holz, Fertighaus etc.) nur in sehr geringer Menge erfolgt. Der dabei gemessene Luftaustausch beträgt nur etwa ein Hundertstel der Luftmenge, die für die Aufrechterhaltung hygienischer Luftqualität erforderlich wäre. Wer sich also auf die Wandatmung verlässt, konsumiert daher abgestandene, oftmals ungesunde Raumluft.

#Atmosphäre

Die Atmosphäre ist die im Schwerefeld der Erde festgehaltene Lufthülle, bestehend zu etwa 78 % aus Stickstoff, zu 21 % aus Sauerstoff und mit steigender Tendenz zu 0,04 % aus Kohlendioxid. Einen geringen Restanteil haben Edelgase. Luft ist ein Grundstoff des Lebens. Luft wird benötigt für jede Art der Verbrennung, woran aber nur der Sauerstoff teilnimmt (Oxidation). Luft ist außerdem, wie Wasser, ein Wärmeträger in der Heizungs- und Lüftungstechnik. Die Luftqualität trägt wesentlich zum Behaglichkeitsempfinden bei (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe).

#Auftrieb

Ein Auftrieb bzw. eine Aufwärtsbewegung (Konvektion) entsteht, weil z.B. warme Luft oder warmes Wasser leichter ist als das kühlere Medium. Die Auftriebsverhältnisse sind u.a. für die Funktion von Schornsteinen bedeutsam, da der Schornstein die gefahrlose Abfuhr von heißen, giftigen Abgasen sicherstellen muss. Ein Auftrieb ist aber auch über Heizkörpern feststellbar, wodurch eine mehr oder weniger spürbare, zirkulierende Luftbewegung im Raum entsteht (gewünschte Konvektion). In Warmwasserspeichern steigt warmes Wasser nach oben, weshalb die sich dabei einstellende Temperaturschichtung auch den Wirkungsgrad von Solarspeichern oder Brennwertanlagen beeinflusst.

#Ausgleichsfeuchte

Die Ausgleichsfeuchte wird auch Gleichgewichtsfeuchte oder Bilanzfeuchte genannt. Alle Baustoffe können aus der Umgebungsluft mehr oder weniger Wasserdampf aufnehmen und an diese auch wieder abgeben. Je nach Temperatur der Umgebungsluft und des Baustoffes stellt sich ein Gleichgewicht zwischen der Aufnahme von Wasserdampf und der Abgabe von Wasserdampf aus bzw. an die Luft ein. Zu jeder Temperatur und Luftfeuchte gehört somit ein bestimmter, vom jeweiligen Material abhängiger Feuchtegehalt im Baustoff.

#Behaglichkeit

Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der den Raum umschließenden Flächen, die Lufttemperatur, die relative Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend.

#Belüftungsebene

Eine Belüftungsebene wird zwischen einer Unterdachkonstruktionen (z.B. über der Unterspannbahn, Holzfaserdämmplatte, Schalung mit Bitumenpappe) und der Unterseite der Dacheindeckung (z.B. Dachziegel) vorgesehen. Sie dient der sicheren Abfuhr von erwärmter Luft (Sonneneinstrahlung) im Sommer und von Luftfeuchtigkeit (Wasserdampfdiffusion) im Winter. Die Belüftungsebene beginnt an der Traufkante mit einem Insektenschutzgitter und endet am Firstziegel. Eine weitere Belüftungsebene wird häufig unterhalb der Unterdachkonstruktion und oberhalb einer Wärmedämmung vorgesehen (Zwischensparrendämmung mit Belüftung). Diese Belüftung ist bei diffusionsoffenen Unterdächern und guter raumseitiger Luftdichtheit unnötig. Beide Belüftungsebenen müssen einen ausreichenden Querschnitt besitzen.

#Blower-Door-Methode

Die Blower-Door-Methode ist eine standardisierte Methode zur Überprüfung der Ausführungsqualität der Luftdichtheit eines Gebäudes. Das Gebäude wird zu diesem Zweck mit einem bestimmten Luftüberdruck "aufgepumpt". Anschließend wird untersucht, wie viel Luft in einer bestimmten Zeit wieder wegströmt. Auch das umgekehrte Verfahren (Absaugen) wird genutzt, um Leckagen zu orten, die hohen Wärmeverbrauch, Bauschäden oder Behaglichkeitsstörungen verursachen. Die Luftdichtheitsuntersuchung ist im Neubau als auch beim Aufspüren hoher Wärmeverluste im Altbau empfehlenswert. Das Erreichen einer bestimmten Luftwechselrate bei bestimmten Druckverhältnissen als Maß der Luftdichtheit ist für Neubauten verpflichtend geregelt.

#Bodenplatte

Eine Bodenplatte ist die Flachgründung eines Gebäudes im Gegensatz zur Tiefengründung mit Streifenfundamenten. Bodenplatten nehmen die Gebäudelasten auf und leiten sie möglichst gleichmäßig an das tragfähige Erdreich weiter. Damit werden eine ungleichmäßige Setzung und somit auftretende Gebäudespannungen verhindert. Bauwerkslasten abtragende Bodenplatten werden im Regelfall in Stahlbeton hergestellt. Häuser mit gutem baulichen Wärmeschutz werden mit gedämmten Bodenplatten ausgeführt.

#Dämmputz

Mit Dämmputz bezeichnet man einen Außenputz, der durch eingelagerte Dämmstoffteilchen (z.B. Styropor-Kügelchen oder Perlite) auch die Funktion einer zusätzlichen Wärmedämmung übernimmt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist allerdings wesentlich schlechter als bei einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS), da die erreichbare Dämmwirkung vergleichsweise gering ist.

#Dampfbremse

Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen (im Gegensatz zur Dampfsperre). Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben die Verhinderung der Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden. Die Dampfbremse kann z.B. durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Es gibt feuchtevariable Dampfbremsen, die ihren Dampfdiffusionswiderstand in Abhängigkeit von der Wasserdampfkonzentration in der Raumluft bzw. in den Bauteilschichten anpassen können.

#Dampfdiffusionswiderstand

Der Dampfdiffusionswiderstand ist ein vom Material und der Schichtdicke eines Bauteiles abhängiger Widerstand, der dem Wasserdampf beim Durchtritt durch diese Bauteilschicht entgegen wirkt. Die Höhe des Dampfdiffusionswiderstandes ergibt sich aus der dimensionslosen Dampfdiffusionswiderstandszahl µ, multipliziert mit der Schichtdicke des Baustoffes. Der Ergebniswert entspricht der äquivalenten Luftschichtdicke. Konstruktionen mit einem hohen Dampfdiffusionswiderstand führen zu einem langsameren Konzentrationsausgleich (Feuchteausgleich) und haben daher schlechtere Trocknungseigenschaften.

#Dampfdiffusionswiderstandszahl µ

Die Dampfdiffusionswiderstandszahl µ ist ein dimensionsloser Materialkennwert von Bau- und Dämmstoffen. Sie gibt den Widerstand eines Baustoffes an, den dieser den wandernden (diffundierenden) Wasserdampfmolekülen im Verhältnis zu einer gleich starken Luftschicht entgegensetzt. Ein µ (sprich my) von 3 bedeutet, dass der Dampfdiffusionswiderstand 3 mal höher ist als der einer gleich starken Luftschicht.

#Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffusion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine Dampfsperre muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht, verlegt werden. dB db ist das Kuzzeichen für deziBel. Die Angabe ist ein Verhältnismaß für die Lautstärke. Kleinere Werte stehen für einen als geringer empfundenen Lautstärkepegel.

#Diffusion

Die Diffusion ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig in einem Medium zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen. Die Kenntnis der mit der Wasserdampfdiffusion ablaufenden Prozesse spielt in der Bauphysik eine wichtige Rolle.\r\n\r\nDie Sauerstoffdiffusion ist ein in der Heizungstechnik unerwünschter Vorgang im Zusammenhang mit Kunststoffrohren. Hierbei handelt es sich um das Eindringen von Sauerstoffmolekülen in das Heizungswasser, was zu einer erhöhten Korrosion führen kann.

#Diffusionsoffene Unterspannbahn

Die diffusionsoffene Unterspannbahn ist ein Material zur Herstellung einer regendichten Schicht unterhalb der Dacheindeckung. Diese Ebene hat die Aufgabe sowohl eine Winddichtung als auch einen Schutz darunter liegender Dämmstoffe zu ermöglichen. Der Dampfdiffusionswiderstand (sd-Wert) der Unterspannbahn sollte möglichst klein sein, um ggf. eingedrungenem Wasserdampf die Möglichkeit zum Verlassen der Schicht zu geben. Anzustreben ist ein sd-Wert kleiner gleich 0,05 m. Die Bestwerte angebotener Produkte liegen bei 0,02 m.

#Diffusionswiderstand

Für Baustoffe wird der Diffusionswiderstand, genauer der Dampfdiffusionswiderstand, angegeben. Der Wert gibt an, welchen Widerstand der Baustoff diffundierenden Wasserdampfmolekülen entgegengesetzt.

  • DIN 4108 In dieser DIN finden sich die allgemein anerkannten Grundlagen zur Einhaltung der Mindestanforderungen an den baulichen Wärmeschutz.
  • DIN EN 12831 In dieser DIN finden sich die Berechnungsgrundlagen für die Ermittlung der Heizlast von Wohngebäuden.

#Druckdifferenz

Eine Druckdifferenz entsteht z.B. in Gasen zwischen zwei Teilbereichen durch einen Temperaturunterschied. Infolgedessen entsteht eine Strömung zum Ausgleich der Differenz. Bei Schornsteinen bzw. Abgasanlagen ist die Druckdifferenz ein Maß für den sogenannten Schornsteinzug. Sie wird angegeben in hPa (hekto-Pascal) oder mbar (millibar). Eine Druckdifferenz im Haus führt bei mangelhafter Luftdichtheit zum Luftaustausch, auch ohne dass Wind geht. Eine Druckdifferenz in Flüssigkeiten entsteht durch einen Strömungswiderstand, z.B. durch ein Ventil.

#Feuchtegehalt

Der Feuchtegehalt eines Baustoffes ist abhängig vom Material, der Struktur, der Temperatur und der den Baustoff umgebenden Luftfeuchtigkeit. Er kann auf das Trockengewicht (massebezogen) oder auf das Volumen (volumenbezogen, Vol%) des Baustoffes angegeben werden. In der Praxis stellt sich unter üblichen Umgebungsbedingungen die Bilanzfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ein.

#Feuchtemessung

Der Feuchtegehalt von Baustoffen, wie z.B. Mauerwerk, kann im eingebauten Zustand mittels elektrischer Messgeräte oder an entnommenen Proben mittels gravimetrischer Feuchtemessung ermittelt werden. Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät bestimmt man die elektrische Leitfähigkeit in der Oberfläche des Baustoffes und erhält so nur einen Hinweis über das ungefähre Maß der Durchfeuchtung. Bei der gravimetrischen Feuchtemessung wird der Feuchtegehalt exakt aus der Gewichtsdifferenz zwischen der entnommenen feuchten Probe und ihrem Trockengewicht bestimmt. Der so ermittelte Feuchtegehalt wird mit der Gleichgewichtsfeuchte und der Maximalfeuchte des Baustoffes verglichen, so dass das Ausmaß der Durchfeuchtung und ihre mögliche Ursache beurteilt werden kann.

#Feuchteschutz

Der bauliche Feuchteschutz ist ein Teilgebiet der Bauphysik. Er hat die Aufgabe, Bauteile und deren Baustoffe vor Durchfeuchtung zu schützen. Hierzu zählt der Schutz vor Niederschlagswasser (Eindringen von Regen/Schnee) Feuchte aus dem Erdreich (aufsteigende Feuchte, drückendes Wasser) unzulässig hohen Mengen von Kondensat aus der Raumluft (Wasserdampfkondensation).

#Flächenheizung

Bei einer Flächenheizung sind Heizungswasser führende Rohrleitungen im Fußboden (Fußbodenheizung), der Wand (Wandheizung) oder der Decke (Deckenheizung) verlegt. Durch die große wärmeübertragende Fläche kann mit niedrigen Heizwassertemperaturen geheizt werden, was Vorteile für die Brennstoffausnutzung ergibt. Durchgängig eingesetzte Flächenheizung sind auch Voraussetzung für den effektiven Einsatz von Wärmepumpen oder Solarheizsystemen (solare Heizungsunterstützung). Flächenheizungen haben bei richtiger Dimensionierung einen hohen Behaglichkeitswert. Die Konvektionsleistung ist gering.

#Fußbodentemperierung

Die Fußbodentemperierung ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Erhöhung der Oberflächentemperatur von fußkalten Böden. Sie ist ähnlich aufgebaut wie eine Fußbodenheizung. Anders als bei dieser, wird bei einer Fußbodentemperierung jedoch weder ein Heizungsmischer, noch ein  zusätzlicher Heiz- bzw. Regelkreis benötigt. Das Heizungswasser des Vorlaufes wird bei der Fußbodentemperierung in eine Rohrschlange im Fußboden (Trocken- oder Nassestrich) eingeleitet.  Bevor das abgekühlte Heizungswasser in den Rücklauf des Heizungssystems geleitet wird, sorgt ein einstellbarer Rücklauftemperaturbegrenzer für die Einhaltung einer maximal zulässigen Rücklauftemperatur. Die Fläche, deren Oberflächentemperatur mittels Fußbodentemperierung erhöht werden kann, ist auf etwa 20 m² begrenzt.

#Gebäude-Energiepass

Der Gebäude-Energiepass, kurz Energiepass, ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Energieausweis für Gebäude. Dieser wurde mit der Energieeinsparverordnung 2007 eingeführt. In ihm ist der Energieverbrauch (Heizöl, Gas, Nachtstrom usw.) für Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung dargestellt und bewertet. Unterschieden werden Energieausweise nach Bedarf (Bedarfsausweis) und Energieausweise nach Verbrauch (Verbrauchsausweis).

#Gebäude-Thermografie

Die Gebäude-Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, um Wärmeverluste, die über die Außenhülle eines Hauses auftreten, darzustellen. Die Gebäudethermografie verlangt eine Analyse der schwer zu interpretierenden Thermogramme durch erfahrene Ingenieure.

#Gebäudehüllfläche

Die Gebäudehüllfläche ist die Summe aller Außenwandflächen, Böden, Geschossdecken, Fenster, Türen usw., die das beheizte Bruttovolumen eines Gebäudes einschließt. Sie bildet also die wärmeübertragende Umfassungsfläche des beheizten Gebäudes, eine wichtige Kenngröße zur Berechnung des Wärmebedarfs (Bedarfsausweis). Die Gebäudehüllfläche bzw. Umfassungsfläche ins Verhältnis zum beheizten Bruttovolumen des Gebäude gesetzt, ergibt das so genannte A/V-Verhältnis.

#Gedämmte Bodenplatte

Bei gut gedämmte Häusern werden auch die Bodenplatten von außen gedämmt. Hierzu wird zunächst ein Schalungssystem aus Dämmstoff (z.B. XPS) ausgelegt. In die entstehende "Wanne" wird die Stahlbewehrung eingebracht und der Beton für die Bodenplatte gegossen. Diese Art der Bodenplatte ist besonders effektiv, wenn monolithisch errichtete Wände zusätzlich von außen gedämmt werden. Die Dämmung kann in der Stärke der Wandabsteifung nach oben fortgeführt werden. Es gibt Ausführungen von gedämmten Bodenplatten mit thermischer Bauteilaktivierung (Fußbodentemperierung oder Kühlung). Bei Passivhäusern ist eine gedämmte Bodenplatte mit Frostschürze eine wichtige Voraussetzung für das zu erreichende geringe Energiebedarfsniveau.

#hydraulischer Abgleich

Hydraulischer Abgleich bezeichnet die optimale Abstimmung des Wasserdurchflusses durch Heizkreise bzw. einzelne Heizkörper und Rohre entsprechend den Erfordernissen. In jedem Heizkreis bzw. über jedem Heizkörper sollte annähernd der gleiche Druck und damit die gleiche Durchflussmenge zur Verfügung stehen. Fehlender hydraulischer Abgleich führt zu überhöhter oder zu geringer Wärmeabgabe einzelner Heizkörper, ungleichmäßiger Durchströmung einzelner Heizkreise, zu Strömungsgeräuschen und einem hohen Pumpenstrom. Ein durchgeführter hydraulischer Abgleich ist Voraussetzung für die Anwendung der Heizkostenabrechnung mit Heizkostenverteilern.

#Hygrometer

Ein Hygrometer ist ein Messgerät zur Anzeige der relativen Luftfeuchtigkeit in Prozent. Hygrometer sind unverzichtbare Messgeräte im Wohnbereich, da Menschen keine Sensoren für die meist zu hohe Luftfeuchtigkeit besitzen. Im Wohnbereich sollte im Winterhalbjahr die Luftfeuchtigkeit 55 % nicht übersteigen. Elektronische Hygrometer sind heute preiswert zu haben und hinreichend genau, vor allem aber schnell in der Anzeige. Omas Haarhygrometer muss man nicht wegwerfen, es sollte jedoch, wie alle Zeigerhygrometer, 2-4 mal im Jahr nachgestellt werden.

#Infrarot-Thermografie

Mit der Infrarot-Thermografie können unterschiedliche Temperaturen, z.B. auf Gebäudeoberflächen, erfasst werden. Genutzt wird dabei der Sachverhalt, dass Temperaturunterschiede die Abgabe einer unterschiedlich langwelligen Infrarotstrahlung zur Folge haben. Sichtbar gemacht wird die Temperaturverteilung mittels verschiedener Farben. Da die Oberflächentemperatur ein Hinweis auf die Güte der Wärmedämmung ist, kann mittels der Infrarot-Thermografie die Qualität der Bauausführung von Außenwänden, Fenstern, Dächern usw. nachgewiesen und die Lage von Wärmebrücken aufgespürt werden.

#Infrarotstrahlung

Die Infrarotstrahlung ist eine elektromagnetische Strahlung, die an der langwelligen, sichtbaren Grenze zum Licht (rot, Wellenlänge λ=0,76 μm) beginnt und etwa bis zu den kurzwelligsten Radiowellen (λ=1,2 μm) reicht. Jeder Körper gibt abhängig von seiner Temperatur Infrarotstrahlung ab, die von anderen, niedriger temperierten Körpern aufgenommen und in Wärme umgewandelt wird. Daher nennt man die Infrarotstrahlung auch langwellige Wärmestrahlung. Die Abgabe von Strahlung (Emission) und die Aufnahme (Absorption) sind materialabhängig.

#Innendämmung

Bei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.a. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung (Rücktrocknung) von ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist.

#Kaltluftfall

Der Kaltluftfall entsteht, wenn sich warme Raumluft an kalten Oberflächen, wie Fenstern, Außenwänden o.ä., abkühlt. Da kalte Luft schwerer als warme ist, sinkt sie zu Boden. Sie führt dabei zu einer die Behaglichkeit ungünstig beeinflussenden Luftströmung. Durch den Kaltluftfall wird die Ausbildung von kalten Luftschichten (Kaltluftsee) am Boden eines Raumes begünstigt. In der Folge kann es zur Empfindung kalter Füße kommen. Ursache für kalte Oberflächen ist immer eine unzureichende Wärmedämmung. Dem Kaltluftfall begegnen kann man durch Verbesserung der Wärmedämmung, aber auch durch eine entgegen gerichtete, konvektive Aufwärtsströmung warmer Luft aus Heizkörpern.

#Kaltluftsee

Mit Kaltluftsee bezeichnen wir eine am Boden eines Raumes befindliche kalte Luftschicht. Sie ist häufig verantwortlich für das Empfinden kalter Füße. Ein Kaltluftsee bildet sich durch Kaltluftfall und/oder die schlechte Wärmedämmung eines Fußbodens. Luftundichtheiten können ebenfalls zur Bildung eines Kaltluftsee führen.

#Kondensat

Kondensat entsteht, wenn ein zuvor gasförmiges Medium durch Temperaturabsenkung Tröpfchen bildet. Das Kondensat von Wasserdampf wird Tauwasser, Kondenswasser oder Schwitzwasser genannt. Beim Erreichen der Sättigungsgrenze durch Temperaturrückgang kann Luft den Wasserdampf nicht mehr vollständig binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen. Dies geschieht zuerst an kühleren Oberflächen (z.B. Wand, Fensterscheibe, Spiegel) bzw. kühleren Bereichen im Bauteil. Bei Brennwertheizgeräten entsteht Kondensat bei der Abkühlung des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes und führt zur Verbesserung des Nutzungsgrades. Das Kondensat aus Öl-Brennwertheizgeräten muss vor der Einleitung in die Kanalisation neutralisiert werden, wenn nicht schwefelarmes Heizöl genutzt wird.

#Konvektion

Mit Konvektion bezeichnet man den Transport von Wärme in einer Luftströmung oder im Wasser. Eine Luftbewegung nach oben entsteht infolge einer Erwärmung der Luft, da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft. Eine fallende Luftbewegung (Kaltluftfall) entsteht infolge der Abkühlung der Luft, z. B. an der Innenseite eines Fenster oder an einer kalten Außenwand. Normale Plattenheizkörper übertragen Wärme an die Raumluft etwa zu 50% durch Konvektion und zu 50% durch Strahlung.

#Konvektionsblech

Ein Konvektionsblech ist ein an einem Heizkörper angebrachtes Blechprofil zur Verbesserung der Konvektionsleistung. Es besteht bei Randheizleisten aus auf Rohren aufgesteckten, scheibenförmigen runden oder rechteckigen Blechen. Bei Plattenheizkörpern sind auf Rückseite der mit Heizwasser durchströmten Platte senkrecht mehrfach gefaltete Konvektionsbleche aufgeschweißt. Durch die dadurch entstehenden senkrechten Strömungskanäle vergrößert sich die wärmetauschende Oberfläche und die Strömungsgeschwindigkeit der aufsteigenden Warmluft steigt.

#Konvektionsleistung

Die Konvektionsleistung (oder Lufterwärmungsleistung) stellt einen Teil der Wärmeleistung eines Heizkörpers dar (außerdem Strahlungsleistung). Zur Vergrößerung der wirksamen, Wärme tauschenden Fläche und damit der Lufterwärmungsleistung (Erhöhung der Konvektion) befinden sich an der Rückseite von Plattenheizkörpern senkrecht angeordnete Konvektionsbleche. Wärmeführende Rohrleitungen können mit ringförmig angeordneten Blechen (Rippenrohr) oder ähnlichen Konstruktionen zu einer höheren Konvektionsleistung gebracht werden. Solche Konstruktion werden bei Randleistenheizungen eingesetzt.

#Konvektionswärme

Die Konvektionswärme entsteht durch Aufheizung von Luft an warmen Oberflächen, z.B. an Heizkörpern. Da warme Luft leichter ist als kalte Luft, kommt es zu einer Luftbewegung, der Konvektion. Für optimale Behaglichkeit im Raum ist neben der Konvektionswärme auch ein ausreichend hoher Anteil von Strahlungswärme erforderlich.

#Konvektor

Der Konvektor (oder Konvektionsheizkörper, Konvektortruhe) ist ein Heizkörper, der so konstruiert ist, dass er nahezu die gesamte Wärme durch Konvektion abgibt. Ein Konvektor in einem Warmwasserheizungssystem benötigt zur Bereitstellung der Nennwärmeleistung eine hohe Vorlauftemperatur und eignen sich daher nicht in einem Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen (Brennwert, Wärmepumpe). Für spezielle Aufgaben (temporäre Einzelraumheizung) sind auch Elektrokonvektoren im Handel.

#Luftdichtheit

Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten sowie zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die bewusste Herstellung der Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.

#Luftdichtheitsebene

Die Luftdichtheitsebene ist eine den Lufttransport von innen nach außen durch die Konstruktionen, wie z.B. eine Wärmedämmung im Dachgeschoss, unterbrechende Ebene. Sie wird z.B. durch eine lückenlose Schicht aus speziell beschichteten Papieren oder Folien gebildet. Die Luftdichtheitsebene ist auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion anzubringen. Bei der Verlegung ist auf Lückenlosigkeit und Unverletzlichkeit zu achten. Die Luftdichtheitsebene erfüllt bei richtiger Anwendung immer auch die Aufgabe einer Wasserdampfbremse. Bei sorgfältiger und lückenloser Verlegung sichert die Luftdichtheitsebene eine bauschadensfreie Wärmedämmung im Dach oder z.B. bei einer Innendämmung, die sichere Funktion einer Wärmedämmung an der Innenseite von Außenwänden.

#Luftdichtheitstest

Einen Luftdichtheitstest führt man zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes bzw. eines Gebäudeabschnittes durch. Eine zertifizierte Methode ist die so genannte Blower-Door-Methode. Dabei wird das Gebäude in eine Situation versetzt, die einer Windbelastung mit Stärke 6 entspricht. Mit Hilfe spezieller Messtechnik lassen sich die Dichtheit bzw. die Fehlstellen (Leckagen) sowohl quantitativ als auch qualitativ ermitteln.

#Luftfeuchtigkeit

Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³.

#Luftheizung

Bei einer Luftheizung wird die für die Raumheizung benötigte Wärme ausschließlich mit Hilfe erwärmter Luft herangeführt. Um die Heizlast eines Raumes zu decken, muss dazu eine ausreichende Menge erwärmter Zuluft in den Raum transportiert bzw. im Raum selbst erzeugt werden. Notwendig ist bei Zentralheizungen ein entsprechendes Kanalsystem. Eine Kombination mit Systemen zur Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung ist möglich. Luftheizungen sind nicht gut regelbar. Ist der Wärmebedarf durchschnittlich (Gebäudebestand), sind vergleichsweise große Luftmengen erforderlich. Im sehr gut gedämmten Niedrigenergiehaus können Luftheizungen interessant sein und effizient betrieben werden.

#Luftundichtheit

Eine Luftundichtheit kann zu erhöhtem Energieverbrauch (Lüftungswärmeverlust), zu einer Beeinträchtigung der Behaglichkeit (kalte Füße), einer vergrößerten Gefahr der Belastung durch Fasern (z.B. Mineralwolle in gedämmten Dächern), zur Verschlechterung des Schallschutzes (Luftschall) und zu Bauschäden infolge Kondensatabscheidung führen. Ein Gebäude sollte eine dauerhaft luftdichte Hülle besitzen. Die Herstellung einer nach den Regeln der Technik ausgeführten luftdichten Bauhülle ist im Gebäudeenergiegesetz vorgeschrieben.

#Lüftungswärmebedarf

Der Lüftungswärmebedarf ist die Wärmemenge, die in einer bestimmten Zeit bei einem hygienisch notwendigen Luftwechsel zur Erwärmung der zugeführten Frischluft (Außenluft) erforderlich ist.

#Lüftungswärmeverlust

Der Lüftungswärmeverlust stellt jene Wärmemenge dar, die in der Praxis durch Lüftungsvorgänge, Undichtheiten, Schornsteinzug usw. mit der Abluft aus dem Haus entweicht. Bei undichten Fenstern und Ofenheizung ist der Lüftungswärmeverlust meist viel größer als der Lüftungswärmebedarf. Bei hoher Luftdichtheit (dichte Fenster, Zentralheizung) ist es meist umgekehrt.

#Luftwechsel

Luftwechsel sind zur Sicherung einer hygienischen Luftqualität erforderlich. Die Raumluft muss dazu in bestimmten Abständen ausgetauscht bzw. erneuert werden. Abgebaut werden muss dabei der Gehalt der Raumluft an Wasserdampf, Kohlendioxid und Luftschadstoffen. Die Luftwechselrate bzw. Luftwechselzahl gibt an, wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird.

#Mindestluftwechsel

Ein Mindestluftwechsel ist die notwendige Luftwechselzahl, um die Mindestanforderungen der Lufthygiene zu erzielen (zum Abbau von Luftschadstoffen, Verringerung der Luftfeuchtigkeit und des Kohlendioxid-Gehaltes der Raumluft). Zur Frage wie viel Lüftung erforderlich ist, heißt es in den Erläuterungen zur DIN 1946-6: "Bauphysikalische Schäden, wie Schimmelpilzbefall infolge von Wohnungsfeuchte, sind unter durchschnittlichen Bedingungen mit einem etwa 0,5 fachen Luftwechsel je Stunde vermeidbar, bei dem das Luftvolumen aller beheizten Räume innerhalb von 2 Stunden einmal komplett ausgetauscht wird." Personenbezogen ergibt sich ein Frischluftbedarf von ca. 30 m³ pro Stunde. Solche Luftwechselraten werden unter den Bedingungen dichter Fenster und dem Fehlen von Ofenfeuerungen heute kaum noch erreicht.

#natürliche Lüftung

Die natürliche Lüftung entsteht durch Temperatur- und/oder Druckunterschiede (Wind) der Luft zwischen innen und außen. Durch das Öffnen eines Fensters, wird die natürliche Lüftung beschleunigt, ebenso durch ungewollte Undichtheiten in der Gebäudehülle. Die so genannte Wandatmung beeinflusst den Luftaustausch dagegen nur sehr geringfügig (vernachlässigbar). Bei sehr geringen Temperatur- bzw. Druckunterschieden, z.B. im Sommer, kann die natürliche Lüftung zum Erliegen kommen. Das gilt auch für sehr dicht gebaute Gebäude, wobei die Dichtheit kein Resultat besonders guter Wärmedämmung sein muss. Es gibt auch sehr dichte, aber schlecht gedämmte Gebäude. Optimale Luftqualität unter allen Bedingungen wird mit einstellbaren bzw. sich selbst justierenden mechanischen Lüftungsanlagen erzielt.

#Oberflächenfeuchte

Mit Oberflächenfeuchte bezeichnet man die relative Luftfeuchte unmittelbar an der Oberfläche eines Materials, z.B. eines Baustoffes. Ist der Baustoff kälter als die Raumluft (wenn es sich um einen Außenbauteil handelt, z.B. wegen schlechter Wärmedämmung), kommt es unmittelbar an dessen Oberfläche zu einer Abkühlung der Luft, wodurch die Oberflächenfeuchte höher werden kann als die Raumluftfeuchte. Steigt die Oberflächenfeuchte für einen längeren Zeitraum (> 6h) auf einen Wert oberhalb von 80% können Sporen bestimmter Schimmelpilzarten auskeimen und Myzel bilden.

#Oberflächentemperatur

Die Temperatur der Oberfläche eines Bauteiles, z. B. einer Wand oder einer Verglasung, ist abhängig von der Temperatur der Raumluft, der Außentemperatur und dem U-Wert des Bauteils. Eine weitere Einflussgröße ist der Wärmeübergangswiderstand beider Oberflächen zum angrenzenden Medium. Die Höhe der Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils ist von erheblicher Bedeutung - einerseits wegen des Einflusses auf die empfundene Behaglichkeit, andererseits wegen einer möglichen Tauwasserausscheidung. Für das Wachstum von Schimmelpilzen ist sogar nur die Erhöhung der relativen Raumluftfeuchtigkeit durch das Absenken Lufttemperatur unmittelbar über kühleren Oberflächen maßgebend. Ziel jeder bautechnischen Planung muss das Erreichen einer hohen, möglichst nahe der Raumlufttemperatur liegenden Oberflächentemperatur sein. Das Ziel wird erreicht durch sehr gute und wärmebrückenfreie Wärmedämmung der Außenbauteile.

#Passivhaus

Das Passivhaus ist eine Bezeichnung für eine moderne Hausbauweise, bei der durch sehr gute Wärmedämmung aller Komponenten und der Kombination verschiedener technischer Maßnahmen der Wärmebedarf unter 15 kWh pro m² und Jahr liegt. Zum Vergleich: Im Gebäudebestand (2005) liegt der Durchschnittswert des Wärmebedarfes bei mehr als dem zehnfachen des Bedarfes von Passivhäusern. Bezogen auf die gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt der Bedarf des Passivhauses bei weniger als 20 %. Die Bauweise von Passivhäusern wird von entsprechend geübten Architekten und Ausführenden beherrscht und führt lediglich zu Mehrkosten bis zu 15 %. Es gibt keinen sachlichen Grund einen Neubau nicht als Passivhaus auszuführen.

#Randdämmstreifen

Randdämmstreifen sollen bei schwimmenden Estrichen Schallübertragung und Wärmebrücken verhindern und sind nach den DIN-Normen DIN 4109 und 4108 vorgeschrieben. Sie müssen je nach Estrichmaterial und Größe der durch Trennfugen gebildeten Felder mindestens 8 mm stark sein. Als Material wird überwiegend geschlossenzellig geschäumtes Polyethylen verwendet. Verfügbar sind auch Randdämmstreifen aus Holzfasern, Kokos u.a. . Die Zusammendrückbarkeit des Randdämmstreifens muss bei Heiz-Estrichen mindestens 5 mm betragen. Der Randdämmstreifen sollte den fertigen Estrich um 15 bis 20 mm überragen und darf nicht vor der Verlegung von Bodenfliesen abgeschnitten werden!

#Randheizleiste

Die Randheizleiste ist eine im Randbereich des Fußbodens angeordnete Heizkörperart. Sie wird wegen ihrer Anordnung auch Fußleisten- oder Sockelleistenheizung genannt. Randheizleisten sind langgestreckte, flache und schmale Heizkörper, die im Raum praktisch ringsherum, vor allem aber an den Außenwänden installiert werden. Wegen der notwendigen hohen Vorlauftemperaturen sind Heizleisten nicht für den Niedertemperaturbetrieb (Brennwerttechnik, Wärmepumpen) geeignet.

#Raumklima

Das thermische Raumklima (bzw. die empfundene Behaglichkeit) eines Wohnraumes wird durch die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen und die Luftbewegung bestimmt. Die Zusammensetzung der Luft, ihr Staub- und Schadstoffgehalt, der Ionisationsgrad der Raumluft, im Grunde auch die Beleuchtungsverhältnisse und der Einfluss von Schallquellen, sind weitere klimarelevante Faktoren.

#Sättigungsgrenze

Luft kann Wasserdampf bis zur Sättigung aufnehmen. Wird die Sättigungsgrenze überschritten, muss überschüssiger Wasserdampf als Kondensat ausgeschieden werden. Die Sättigungsgrenze ist temperaturabhängig.

#spezifische Wärmekapazität

Die spezifische Wärmekapazität c (auch Wärmespeicherzahl genannt) ist eine Stoffkonstante. Sie gibt die Wärmemenge in J (Joule) an, die benötigt wird, um die Temperatur eines Stoffes von 1 kg Masse um ein Grad (Kelvin) zu erhöhen. Die Maßeinheit ist J/kgK. Stoffe bzw. Konstruktionen können Wärme speichern, deren Menge abhängig ist von ihrer Struktur und Dichte. Die Höhe der Wärmespeicherkapazität zeigt also, wie lange es dauert, bis sich ein Bauteil erwärmt oder abgekühlt hat. Bedeutung hat die Wärmespeicherkapazität bei allen Speicherfragen (Warmwasserspeicher, Heizungswärmespeicher) aber auch bei der Frage, wie ein möglichst gleichbleibendes Innenraumklima (Dachausbauten, sommerlicher Wärmeschutz usw.) gesichert werden kann. Ein Stoff mit einer hohen Rohdichte und hoher spezifischer Wärmekapazität nimmt die zugeflossene Wärmemenge auf. Das bewirkt eine hohe Wärmespeicherung, aber nur eine vergleichsweise geringe Tmperaturerhöhung. Somit wird eine zeitliche Verschiebung (Phasenverschiebung) des Wärmedurchgangs in das Gebäudeinnere bzw. umgekehrt erzielt.

#Strahlungsleistung

Die Strahlungsleistung ist ein Begriff aus der Heiztechnik. Die Wärmeabgabe eines Heizkörpers erfolgt über Wärmestrahlung und über Konvektion (Lufterwärmung). Die Wärmestrahlung hat ihre Ursache in der emittierten elektromagnetischen Strahlung relativ langer Wellenlänge. Ein hoher Anteil der Wärmestrahlung von Heizquellen kann dem Entzug von Wärmestrahlung durch kältere Oberflächen entgegenwirken.

#Strahlungsverlust

Der Strahlungsverlust entsteht bei Wärmeerzeugern (Heizkessel, Therme) durch Wärmeabstrahlung warmer Oberflächen in den Aufstellraum. Der Strahlungsverlust reduziert sich mit sinkender Kesselwassertemperatur und verbesserter Wärmedämmung des Kessels, aber auch durch geringe Stillstandszeiten, eine sorgfältige Dimensionierung des Kessels sowie durch Leistungsmodulation.

#Strahlungswärme

Strahlungswärme ist neben der Konvektionswärme ein Teil der empfundenen Wärme. Fehlt sie, kann trotz normaler oder auch erhöhter Lufttemperatur die Behaglichkeit gestört sein. Strahlungswärme entsteht durch Emission langwelliger elektromagnetischer Wellen von einem wärmeren Körper. Strahlungswärmeentzug Der menschliche Körper strahlt an die umgebenden Flächen (Wände, Fenster) Wärme ab - und zwar um so mehr, je kälter diese Oberflächen sind. Dieser Wärmeentzug wird als kalt und unbehaglich empfunden, auch wenn die Temperatur der umgebenden Luft relativ hoch ist. Die Kompensation des Strahlungswärmeentzug ist eine wichtige Maßnahme zum Erzielen optimaler Behaglichkeit. Die Kompensation kann durch zielgerichteten Einsatz von Heizkörpern erfolgen. Da Wärmestrahlung eine gerichtete Größe ist, muss die sichtbare Fläche des Heizkörpers möglichst groß sein und darf nicht durch Einrichtungsgegenstände verdeckt werden.

#Taupunkt

Der Taupunkt ist ein temperaturabhängiger Zustand, bei dem Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann, da die Sättigungsgrenze erreicht ist. Dies entspricht 100 % relative Luftfeuchte. Wird die Lufttemperatur verringert, z. B. durch Abkühlung an kalten Wänden, kondensiert Wasserdampf aus. Das ausgeschiedene Kondensat erhöht die Bauteil- und/oder die Oberflächenfeuchte. Bei Brennwertkesseln wird der Wasserdampftaupunkt bewusst unterschritten, um durch die Tauwasserbildung am Abgaswärmetauscher die Verdampfungswärme zurückzugewinnen. In feuchteempfindlichen Schornsteinen darf die Taupunkttemperatur der Abgase nicht erreicht oder unterschritten werden, weil sonst die Schornsteinwange feucht wird und ggf. versottet (Schornsteinversottung).

#Tauwasser

Tauwasser (Kondenswasser, Kondensat) entsteht durch Kondensation von Wasserdampf bei Überschreitung der Sättigungsgrenze bzw. Unterschreitung der Taupunkttemperatur. Während bei Brennwertkesseln der Tauwasserausfall ausdrücklich erwünscht ist, macht ein Tauwasserausfall in Baukonstruktionen unerwünschte Probleme. Es besteht dann z.B. in Dämmstoffen die Gefahr der Durchfeuchtung, von Fäulnis angrenzender Holzbaustoffe oder der Schimmelbildung. Für die Schimmelbildung auf inneren Wandoberflächen ist die Bildung von Tauwasser nicht erforderlich. Hier reicht bereits eine hohe Luftfeuchtigkeit im Grenzbereich um 80%.

#Thermik

Da warme Luft eine geringere Dichte hat, ist sie leichter und steigt nach oben. Sie verdrängt dabei die kältere Luft, die schwerer ist und nach unten sinkt. Die natürliche Lüftung und die Schachtlüftung in Häusern beruht auf Thermik, ebenso die Ableitung heißer Abgase im Schornstein.

#Thermostat

Ein Thermostat, genauer ein Thermostatschalter, schaltet bei einer am Thermostat eingestellten Temperatur einen Kontakt oder ein Ventil. Thermostate werden in der Heizungstechnik als mechanische Thermostate mit einem Bimetall, mit Dehnstoff oder als elektronische Thermostate mit einem Temperaturfühler und einem Schaltrelais eingesetzt. Bei einem Warmwasserspeicher z.B. schaltet ein Anlagethermostat, wenn die eingestellte Solltemperatur von 60°C unterschritten wird, die Speicherladepumpe ein, wodurch eine Erwärmung des Speicherwassers erfolgt. Thermostatventile am Heizkörper sorgen für eine Konstanthaltung der Raumtemperatur.

#Thermostatventil

Das Thermostatventil ist ein Heizkörperventil zur automatischen Konstanthaltung einer am Ventil voreinstellbaren Raum-Zieltemperatur. Im Inneren der Ventilkappe befindet sich ein Dehnstoff, der sich abhängig von der Umgebungstemperatur (Raumtemperatur) ausdehnt oder zusammenzieht und dabei den Ventilstößel bewegt. Der sich bewegende Stößel führt zum Öffnen oder Verschließen des Spalts, der eine mehr oder weniger große Menge Heizwasser für den Heizkörper freigibt. Thermostatventile gehören zur Pflichtausstattung von Heizungsanlagen.

#U-Wert

Der U-Wert oder Wärmedurchgangs-Koeffizient ist ein Maß für die Güte der Wärmedämmung eines Bauteils (oder eines Solarkollektors). Der Wert gibt an, wie viel Wärme bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin (ein Grad) pro Zeiteinheit und pro m² eines Bauteils von der wärmeren zur kälteren Seite transportiert wird. Der Wert wird angegeben in W/m²K (Watt pro m² und Kelvin). Es ist eine neue Bezeichnung für den früheren k-Wert. Je kleiner der U-Wert ist, um so besser ist die Wärme dämmende Wirkung.

#Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist ein Bereich oder Abschnitt in Bauelementen, in dem Wärme auf einen geringerem Widerstand trifft als in angrenzende Baustoffen. Die Folge davon ist eine gegenüber der Umgebung deutlich abgesenkte Temperatur auf der warmen, also inneren Seite des Bauteiles. Im Thermogramm von der kalten Seite (außen) wird dagegen die erhöhte Temperatur im Bereich der Wärmebrücke sichtbar (hier Sturzträger). Wärmebrücken ergeben sich, wenn Bauelemente aus teilweise schwächer wärmegedämmten Baustoffen zusammengesetzt werden. So entsteht z.B. eine materialbedingte Wärmebrücke in einer Außenwand, wenn infolge Unachtsamkeit an Stelle eines wärmegedämmten Ziegels ein Betonziegel eingebaut wurde. Konstruktive Wärmebrücken ergeben sich, wenn, z.B. aus statischen Gründen, keine ausreichend wärmegedämmte Konstruktion möglich ist. Geometrische Wärmbrücken ergeben sich, wenn die z.B. die innere Wandoberfläche kleiner ist als die zugehörige Außenfläche. So stellt jede Außenecke eines Gebäudes eine geometrische Wärmebrücke dar, die je nach Ausführung der Wand von unterschiedlicher Bedeutung sein kann.

#Wärmedämm-Verbundsystem

Mit Wärmedämm-Verbundsystem (Abk.: WDVS) bezeichnet man die Wärmedämmung der Außenwand von Außen (Außendämmung), bei der ein dafür zugelassener Dämmstoff direkt auf die Außenwand befestigt und anschließend verputzt wird. Der Wärmedämmstoff, die Anbringung, der Putzträger und der Deckputz bzw. die Verkleidung stellen ein aufeinander abgestimmtes System dar. Der Wärmedämmstoff wird dabei in der Regel auf die Außenwand aufgeklebt, gedübelt, mit einem Grundputz versehen, worin ein Armierungsgewebe eingebettet ist, und anschließend mit einem Deckputz geputzt. WDVS sind zulassungspflichtig beim Deutschen Institut für Bautechnik.

#Wärmedämmstoff

Ein Wärmedämmstoff ist ein Material mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Er setzt daher dem Wärmetransport einen hohen Widerstand entgegen. Die wärmedämmende Wirkung beruht auf der im Wärmedämmstoff eingeschlossenen ruhenden Luft (Hohlräume, Kammern), die die Weiterleitung behindert. Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK bezeichnet (zum Vergleich: Schaumpolystyrol 0,04 W/mK - Holz um 0,18 W/mK - Normalziegelstein 0,5 W/mK).

#Wärmedämmung

Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Um die Wärmedämmung zu verbessern, werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen der warmen (innen) und der kälteren Seite (außen) eingebracht. Die günstigste Anordnung ergibt sich mit einer äußeren Dämmschicht. Eine optimale Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Daher dürfen Wärmedämmstoffe nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaustärke nicht unterschreiten.

#Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand kennzeichnet den auf den Wärmestrom wirkenden Widerstand eines Bauteils bzw. einer Konstruktion gegen den Wärmedurchgang. Der Wärmedurchlasswiderstand ist der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten (also der 1/U-Wert).

#Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit (auch Wärmeleitzahl; Zeichen λ (Lambda); Einheit W/mK, Watt/pro Meter und Kelvin) ist ein Materialkennwert, der für den trockenen Baustoff (Praxiswert) angegeben wird. Je kleiner der Lambda-Wert ist, umso schlechter wird Wärme weitergeleitet und umso besser ist die Wärmedämmung daraus hergestellter Konstruktionen. Die Wärmeleitfähigkeit λ gibt an,  welche Wärmemenge in einer Stunde bei einem Temperaturunterschied von ∆T = 1 K durch 1 m² einer 1m dicken Schicht eines Stoffes strömt. Abhängig ist die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes von

  • der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren,
  • der Rohdichte,
  • dem Gefügeaufbau,
  • der Feuchtigkeit, Temperatur und des Luftdruckes.

Baustoffe werden in Abhängigkeit ihrer Wärmeleitfähigkeit in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt. Bei gleicher Schichtdicke ist der Baustoff mit kleinerem Lambda-Wert vorzuziehen. Da Feuchtigkeit die Wärme gut leitet, ist die Wärmeleitfähigkeit in hohem Masse vom Feuchtegehalt und dem Entfeuchtungsverhalten der Baustoffe abhängig. Die Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Stoffe sind der DIN 4108 zu entnehmen, ergänzende Werte dem Bundesanzeiger.

#Wärmeleitfähigkeitsgruppe

Wärmedämmstoffe mit gleicher oder ähnlicher Wärmeleitfähigkeit werden einer Wärmeleitfähigkeitsgruppe (Kurzform WLG) zugeordnet. Der Aufdruck auf Verpackungen, z. B. WLG 040, weist auf einem Dämmstoff hin, der eine Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/mK oder kleiner besitzt. Jedoch werden die tatsächlichen (gemessenen) Wärmeleitfähigkeiten nach oben gerundet. So wird z.B. Schafwolle mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,037 W/mK wird in die WLG 040 eingeordnet. Dämmstoffe, die einer kleineren WLG, z.B. 035, zugeordnet sind, dämmen die Wärmeleitung um rund 10% besser als Dämmstoffe der WLG 040 und sind daher zu bevorzugen.

#Wärmeleitung

Jeder Stoff leitet Wärme mehr oder weniger gut. Dabei besteht eine Abhängigkeit von der Struktur und der Dichte. Die Weiterleitung beruht darauf, das Wärme die atomare Struktur eines Stoffes in Schwingungen versetzt, die von Atom zu Atom weitergegeben werden.

#Wärmeschutzverglasung

Eine Wärmeschutzverglasung besitzt auf der äußeren Seite einer vom Wohnraum aus gesehenen Scheibe eine so genannte Wärmefunktionsschicht. Hierbei handelt es sich um eine metallische Bedampfung, die die langwellige Wärmestrahlung (Infrarot) in den Raum reflektiert. Um den Wärmedämmwert zu verbessern werden zwei oder drei Scheiben zu einem Verbund zusammengesetzt. Bei einer Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung besitzen die beiden inneren Scheiben eine Wärmefunktionsschicht. Die Zwischenräume der Gläser werden mit einem Edelgas (Argon, Xenon) befüllt, wodurch sich die Dämmwirkung verbessert (U-Wert).

#Wärmeübergangswiderstand

Der Wärmeübergangswiderstand ist der Widerstand, der dem Wärmestrom beim Übergang von einem Medium zum anderen Medium entgegenwirkt. Ein Wärmeübergangswiderstand ist z.B. zu beachten, wenn man die Wärmeübertragung von einem Heizkörper an einen Heizkostenverteiler oder bei Wärmetauschern betrachtet. Eine Außenwand hat z.B. einen inneren Wärmeübergangswiderstand (zur Innenluft) und einen äußeren Wärmeübergangswiderstand (zur Außenluft). Die Werte sind abhängig von der Luftgeschwindigkeit. Die Kenntnis über den Wärmeübergangswiderstand wird bei der präzisen Ermittlung des U-Wertes eines Bauteils benötigt (Zahlenwerte in der DIN EN 12831). Änderungen des Wärmeübergangswiderstandes, verursacht z.B. durch Vorhänge oder Mobiliar im Wohnraum, können Auslöser eines Befalls mit Schimmelpilzen sein.

#wärmeübertragende Umfassungsfläche

Die wärmeübertragende Umfassungsfläche (A) wird auch Gebäudehüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, den nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus den Außenwänden einschließlich der Fenster und Türen, der Kellerdecke, der obersten Geschossdecke oder/und dem Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.

#Wärmwand

Die Wärmwand ist eine kleinformatige Heizfläche von ein bis zwei m² Größe und ähnlich wie eine Wandheizung aufgebaut. Die Wärmwand sorgt für die optimale Behaglichkeit erforderliche Strahlungswärme bietet eine warme Anlehnfläche wie ein Kachelofen.

#Wasserdampfdiffusion

Die Wasserdampfdiffusion ist der Vorgang, bei dem ein Konzentrationsunterschied von Wasserdampfmolekülen in verschiedenen Schichten der Luft oder eines Bauteiles ausgeglichen wird. Je nach Größe des vom Material abhängigen Dampfdiffusionswiderstandes erfolgt der Konzentrationsausgleich langsamer oder schneller. Um die Diffusion zu bremsen oder gar zu unterdrücken, kann eine Dampfbremse bzw. Dampfsperre eingesetzt werden.

#Wasserdampfkondensation

Wasserdampfkondensation entsteht beim Erreichen und Überschreiten der temperaturabhängigen Sättigungsgrenze. In diesem Moment kann die Luft einen Teil des Wasserdampfes nicht mehr binden; es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen (Taupunkt) an kühleren Flächen (Tauwasser, Kondensat).

#Wasserdampfteildruck

Mit Wasserdampfteildruck bezeichnet man den Anteil des Wasserdampfdruckes am Gesamtdruck des Gasgemisches Luft-Wasserdampf. Der Wasserdampfteildruck wird auch Partialdruck genannt.

#Zellulosedämmstoff

Zellulosedämmstoff ist ein einblasfähiges Material, das überwiegend aus nicht verkauften Zeitungen und Zeitschriften hergestellt wird. Zellulosedämmstoff ist kapillar leitfähig (leitet also Feuchtigkeit weiter), hat eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität (gute Wärmespeicherung) und eine geringe Wärmeleitfähigkeit (WLG 040, gute Dämmwirkung). Besonders gut eignet sich Zellulosedämmstoff für die Wärmedämmung im Dachgeschoss (Zwischensparrendämmung), in und auf Decken und bei der Innendämmung.

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| Autor: now

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