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Details und Praxis der luftdichten Innendämmung

14.01.2020 | von: now | Kategorie: Innendämmung, Luftdichtheit | Druckansicht Druckansicht

Details aus der Praxis, wie eine luftdichte Innendämmung ausgeführt wird, und Beispiele, wie es nicht gemacht werden darf.

Gelangt Raumluft wegen einer nicht luftdicht ausgeführten Innendämmung in den Zwischenraum der Außenwand und den Dämmstoff, ist in der kalten Jahreszeit dort eine Tauwasserbildung unvermeidbar. In der Vergangenheit wurde diesem Aspekt zu wenig Bedeutung beigemessen. Im Gegenteil, es herrschte sogar die Auffassung vor, dass eine Belüftung erforderlich sei. Die dabei wissentlich zugelassenen oder sogar vom Planer vorgesehenen Ein- und Ausströmöffnungen führten oftmals zu einer Durchfeuchtung der innen gedämmten Wand mit möglicher Schimmelbildung (siehe “Fehler aus der Praxis”).

Mangelhafte Luftdichtheit führt zu Feuchteschäden
Mangelhafte Luftdichtheit führt zu Feuchteschäden

Heute wird eine luftdichte Innendämmung in der Regel mit dem ohnehin erforderlichen luftdichten Einbau einer Dampfbremse erreicht. Besondere Aufmerksamkeit bei der Ausführung der Luftdichtheitsebene erfordern dabei

  • die Abdichtungen überlappter Dampfbremsmaterialien,
  • der dauerelastische obere, seitliche und untere Abschluss zu anderen Bauteilen (auch wenn geputzt wird),
  • die Durchdringungen von Rohrleitungen, Kabeln, Steckdosen und
  • ggf. die Plattenstöße von Verbundplatten untereinander.
Bei der Ausführung von Innendämmungen, gleich welcher Art, ist eine dauerhaft funktionierende Luftdichtheitsebene vorzusehen. Werden Luftleckagen zugelassen, kann es zu schwerwiegenden Durchfeuchtungen kommen.

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