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Umwälzpumpe

14.11.2017 | 9 x | von: now | Kategorie: Energierelevante Heizungsteile, Heizen | Druckansicht Druckansicht

Umwälzpumpe
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Mehr über Umwälzpumpen, die in modernen Heizungsanlagen benötigt werden, um das Heizungswasser zu den Heizkörpern zu transportieren

Heizungsanlagen bis etwa Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts konnten zum Teil noch ohne Pumpen auskommen, wenn sie als Schwerkraftheizung ausgeführt waren. Das Heizungswasser zirkulierte allein durch den temperaturbedingten Dichteunterschied in den speziell berechneten Rohrleitungen. Wenn man so will, waren diese Systeme durch Berechnung hydraulisch optimal abgeglichen. Dagegen muss der hydraulischer Abgleich heute bei Pumpen-Warmwasserheizungen extra durchgeführt werden, damit die Heizkörper gut durchströmt werden und die Thermostatventile optimal regeln können. Leider ist der hydraulische Abgleich für zahlreiche Heizungsbauer heute ein Buch mit sieben Siegeln.

Umwälzpumpe, Hersteller: Grundfoss
Umwälzpumpe, Hersteller: Grundfoss
Heizungs-Umwälzpumpen verbrauchen Strom. Ziel muss daher sein die erforderliche Wasserumwälzung mit einem Minimum an elektrischer Energie zu bewerkstelligen. Zu Beginn des Siegeszuges der Heizungsanlagen mit Umwälzpumpen kamen Pumpen mit vergleichsweise hoher elektrischer Leistungsaufnahme zum Einsatz. So konnte bzw. kann die Stromrechnung in einem Einfamilienhaus zu zwanzig und mehr Prozent vom Betrieb der Umwälzpumpen herrühren.

Der heute in der Regel wirtschaftliche Austausch veralteter Umwälzpumpen gegen moderne, geregelte Pumpen ist eine gute Maßnahme zur Reduzierung des Stromverbrauches. Leistungsgeregelte Pumpen modernster Bauart kommen zum Teil mit weniger als einem Zehntel des Strombedarfes konventioneller Antriebe aus.

Der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für den Einsatz von differenzdruckgeregelten Umwälzpumpen kleiner elektrischer Leistung.

Über das Gehäuse einer Umwälzpumpe wird Wärme des Heizungswassers, aber auch Wärme, die durch den Einsatz von Antriebsstrom entsteht, an den Raum abgegeben. Durch geeignete wärmedämmende Formteile lässt sich der Wärmeverlust auf ein Minimum begrenzen.

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