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Wann sollte gelüftet werden?

03.02.2020 | von: fegonnow54 | Kategorie: Fensterlüftung, Lüften lernen! | Druckansicht Druckansicht

Bild von Security auf Pixabay
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Der Kohlendioxid-Anteil der Luft wäre geeignet, den Lüftungszeitpunkt zu bestimmen. Denn die Konzentration von CO2 ist doch überwiegend abhängig von Aufenthalt und der Aktivität der Menschen. Allerdings ist die Ermittlung des CO2-Gehaltes der Luft aufwändiger als z.B. die Ermittlung der Luftfeuchtigkeit. CO2-Messgeräte mit Alarmfunktion kosten im Versandhandel minimal etwa 120 €, also etwa das fünffache von Feuchtemessgeräten.

Zur gesundheitliche Bewertung von Kohlendioxid in der Innenraumluft verweist das Umweltbundesamt u.a. darauf, dass

„Absenkungen der mittleren CO2-Konzentration von 1300 ppm auf 900 ppm bzw. der mittleren CO2-Spitzenkonzentration von 1700 auf 1100 ppm zu einer signifikanten Leistungssteigerung bei Schulkindern führen“. [11] Um diese Zahlen richtig einzuordnen muss man die normale Konzentration von CO2 im Freien kennen. Sie beträgt etwa 400 ppm mit leicht steigender Tendenz. Ein ppm entspricht einem Molekül Kohlendioxid pro einer Million Luftmoleküle.

Als praktische Leitgröße für den erforderlichen Luftwechsel kann auch der Feuchtegehalt der Luft dienen. Denn die Luftfeuchtigkeit im Raum ist ebenfalls abhängig von der Nutzung (Wasserdampf durch Duschen, Waschen, Kochen, Atmung, Trocknung) und sie ist recht einfach mit dem Hygrometer zu ermitteln. Hygrische Schalter, also Schalter, die bei einer einstellbaren Luftfeuchtigkeit von etwa 60% einen Abluftventilator einschalten, können den Lüftungsvorgang automatisieren und funktionieren auch bei Abwesenheit. Weniger gut geeignet ist die meist nach bestimmten Gewohnheiten ausgeführte Fensterlüftung (siehe auch: Wie lüften? Auf Kippe oder Stoßlüftung?).

Aber auch das geht mit ein wenig Lüftungsdisziplin. Mit weit geöffneten Flügeln sollte im Winterhalbjahr mindestens vier- bis fünfmal gelüftet werden. Bei sehr niedrigen Außenlufttemperaturen vollzieht sich der Luftaustausch rascher als bei mildem Wetter. Aber 5 Minuten sollten es schon sein. Die eingeflossene meist trockenere Kaltluft erwärmt sich rasch durch die Heizung, an warm gebliebenen Wänden, Decken, Fußböden und dem Mobiliar.

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