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Waschmaschine und Wäschetrockner

09.02.2019 | von: fegonnow54 | Kategorie: Energie sparen, Trockner, Waschmaschine, Waschtrockner | Druckansicht Druckansicht

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Strom und Kosten sparen bei der Nutzung von Waschmaschine und Wäschetrockner, Tipps zur Wahl der Geräte und zur Nutzung der Programme

Der anteilige Stromverbrauch normal genutzter Waschmaschinen am Haushaltstromverbrauch macht etwa 6 % aus. Je nach Funktionsweise liegt der anteilige Verbrauch der Wäschetrockner bei 6 bis 10 %. Grundsätzlich bestehen die größten Einsparmöglichkeiten durch die Wahl von Waschprogrammen mit niedrigen Temperaturen, durch den Verzicht auf den Vorwaschgang sowie durch die Wahl geringerer Trocknungsgrade (Gefahr der Übertrocknung) bei Trocknern.

Waschmaschine

  • Waschen Sie mit 60 °C statt mit 90 °C. Verzichten Sie auf den Vorwaschgang. Das reduziert den Stromverbrauch jeweils um mindestens 30 % pro Waschgang. Großmutters 90 °C-Wäsche ist mit den modernen Waschmitteln in der Regel nicht mehr erforderlich.
    Waschmaschine
    Waschmaschine
  • Trennen Sie stark und leicht verschmutzte Wäsche und dosieren Sie die Waschmittel entsprechend.
  • Behandeln Sie starke Flecken mit einem geeigneten Mittel, bevor Sie die Wäsche in die Maschine geben. Meist kann so auch die  Waschtemperatur reduziert werden.
  • Waschmaschinen sollten Sie maximal befüllen. Eine eventuell vorhandene Mengenautomatik bzw. 1/2-Taste kann den Strom- und Wasserverbrauch pro kg Wäsche nicht soweit absenken, wie eine vergleichsweise maximal gefüllte Maschine. 
  • Verwenden Sie Energiesparprogramme. Dabei wird bei relativ niedriger Temperatur die Waschzeit und damit die Einweichdauer verlängert.
  • Da Schonwaschgänge deutlich mehr Wasser und Strom benötigen, sollten diese nur bei entsprechend empfindlichen Textilien genutzt werden. 
  • Einige Waschmaschinen erlauben es, warmes Wasser aus der zentralen Hausversorgung (Heizungsanlage) zu nutzen. Warmes Wasser ist immer preiswerter und in der Regel auch CO2 freundlicher, wenn mit Öl, Gas, Pellets einer Wärmepumpe, mit Nahwärme oder einem BHKW geheizt wird. Besonders vorteilhaft ist diese Methode beim Vorhandensein einer Solaranlage. Voraussetzung für die Nutzung ist ein temperaturverträglicher und möglichst kurzer Zulaufschlauch. 
  • Es gilt zu beachten, dass Waschprogramme mit Temperaturen unterhalb der Warmwassertemperatur des Hausnetzes nicht nutzbar sind (30°C Wäsche für spezielle Fasern und 60°C warmes Wasser verträgt sich nicht). Für einen solchen Fall gibt es spezielle Vorschaltgeräte, die unter Beimengung von kaltem Wasser 30°C Mischtemperatur bereitstellen.

Trockner

  • Trocken Sie Ihre Wäsche so oft es geht auf der Leine im Freien, im Trockenraum, auf dem Balkon oder auf dem Dachboden. Das ist am sparsamsten.
  • Wenn es ein Trockner sein soll, orientieren Sie sich an den sparsamsten Geräten. Kondensationstrockner mit integrierter Wärmepumpe weisen den geringsten Stromverbrauch auf, sind aber teurer als herkömmliche Kondensationstrockner oder gar Ablufttrockner. Nur mit einer integrierten Wärmepumpe wird die beste Energieeffizienzklasse A+++ erreicht. 
  • Zu trocknende Wäsche vor der Benutzung des Trockners mit möglichst hoher Drehzahl (mindestens 1200, besser 1500 Umdrehungen) gut schleudern. Weniger Wasser in der Wäsche verringert die Trocknungszeit und damit den Stromverbrauch bei Trocknern mit Restfeuchtefühlern. Schleudern verursacht einen vergleichsweise sehr niedrigen Stromverbrauch gegenüber dem elektrischen Trocknungsvorgang.
  • Wäschetrockner möglichst voll beladen.
  • Wäsche nach Restwassermenge, also nach Material und Dicke, sortieren
  • Vermeiden Sie die Übertrocknung (vor allem bei Geräten mit reiner Zeitsteuerung) wenn die Wäsche noch gebügelt wird.
  • Reinigen Sie Flusensiebe regelmäßig (nach jedem Trocknungsvorgang), um eine Verlängerung der Trocknungszeit zu vermeiden.

Und übrigens…

Wäsche in der Wohnung zu trocknen ist in der kalten Jahreszeit ganz und gar nicht sparsam. Durch den Trocknungsvorgang wird der Luft Wärme entzogen, so dass deutlich mehr geheizt werden muss. Die Luftfeuchtigkeit steigt, selbst wenn regelmäßig gelüftet wird. Das erhöht die Schimmelgefahr und lässt die Heizkosten ansteigen. 

Vor dem Neukauf von Waschmaschine und Trockner sollten Sie sich anbieterunabhängigen Rat auf der Webseite www.spargeräte.de bzw. der Stiftung Warentest (www.test.de) holen. Orientieren Sie sich an Hand der Einstufungen für das Euro-Energielabel.