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Leistungsmodulation

14.11.2017 | 5 x | von: now | Kategorie: Gas-Brennwerttechnik, Heizen | Druckansicht Druckansicht

Leistungsmodulation
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Die besondere Rolle der Leistungsmodulation moderner Gas-Brennwertkessel bei der Verbesserung der Regelung und zur Einsparung von Brennstoff

Moderne Brennwert-Heizgeräte für Gas werden heute überwiegend mit Leistungsmodulation angeboten. Die Modulation erlaubt die automatische Anpassung der Flammengrösse und damit der Wärmeleistung an den tatsächlichen Ist-Wärmebedarf. Kann das Gerät optimal modulieren, stellt sich eine spürbare Energieeinsparung ein, da der Brenner im Idealfall die ganze Heizsaison auf „Sparflamme“ durchläuft bzw. nur selten ein- und ausschaltet.

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Innenansicht eines Brennwertgerätes
Durch die Verringerung der Brennerstarts verringert sich der Wärmeverlust infolge der sicherheitstechnisch nötigen Vorspülung mit Luft durch den Kessel. Im Teillastbetrieb wird eine optimale Kondensation im Kessel begünstigt, denn der Wärmetauscher ist für Volllast dimensioniert. Je geringer die abgegebene Wärmeleistung, desto effizienter arbeitet die vorhandene Wärmetauscherfläche im Verhältnis, d.h. das Abgas kann rascher abkühlen. Je größer der Modulationsbereich und je besser die kleinstmögliche Leistung des Brenners an den niedrigsten Wärmebedarf des Hauses angepasst ist, desto höher fällt die Energieeinsparung aus. Modulationsbereiche von 1: 5 sind heute Stand der Technik; die Tendenz geht zu größeren Bereichen.

Rolle der Warmwasserbereitung

Bei der Auswahl der Leistungsklasse eines Gerätes spielt neben der Heizlast des Gebäudes und der Art der Warmwasserbereitung also auch die niedrigst mögliche Dauerheizleistung eine wichtige Rolle. Es ist einleuchtend: Den Vorteil einer geringen Zahl der Ein- und Ausschaltvorgänge kann man nur nutzen, wenn der untere Wert der Modulationsgrenze viel tiefer liegt, als die im Mittel abgerufene Leistung. Wenn z. B. die Heizlast eines Gebäudes mit 8kW errechnet wurde und Sie ein Gerät mit einer unteren Leistungsgrenze von 7kW und einer oberen Leistungsgrenze von 20kW einsetzen, wird sich das modulationsfähige Gerät sehr oft wie ein einstufiges, d. h. taktendes Gerät verhalten. Effizienter wäre es in diesem Fall ein Gerät mit 3kW unterer Grenze und 12kW oberer Grenze einzubauen. Weil bei lang andauernder Teillast auch flachere Heizkurven eingestellt werden können, werden die durch Modulation möglichen Energieeinsparungen durchaus 10% betragen – und zwar zusätzlich zum Energiegewinn durch Kondensation.

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