Lexikonbegriff

Längenausdehnungskoeffizient

Der Längenausdehnungskoeffizient ist ein Materialkennwert der angibt, wie groß die Längenveränderung eines Materials bei Anstieg oder Absinken der Temperatur ist. Fast alle Materialien dehnen sich bei Erwärmung aus – allerdings unterschiedlich stark (genutzt bei einem Bimetall). Dies führt z. B. zu Knackgeräuschen in Heizungsanlagen, zum Fugenabriss an Fensterrahmen und metallischen Fensterbänken oder zu Rissbildungen an der Oberfläche an einem Wärmedämm-Verbundsystem. In Heizungs- und Solaranlagen muss die Ausdehnung des Heizungswassers bzw. der Solarflüssigkeit berücksichtigt werden. Wasser hat noch eine Besonderheit: Es hat sein geringstes Volumen bei 4°C und dehnt sich nicht nur aus, wenn es wärmer, sondern auch wenn es kälter wird und gefriert. Diese Anomalie des Wassers ist der Grund, warum Heizungs- und Wasserleitungen immer frostfrei gehalten werden müssen, da sie sonst platzen können.

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