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Innendämmung einer Außenwand

Ich bin auf der Suche nach einer kosteneffizienten Variante für meine Fassadenisolierung. Das Haus ist Baujahr 1941 und mit 24 cm Vollbimssteinen gemauert. Genauere Angaben sind leider nicht möglich, da es keine Bauunterlagen aus dieser Zeit gibt. Der Außenputz ist noch in gutem Zustand, aus 1979. Im OG des Hauses gab es eine genagelte Innenisolierung aus 2 cm XPS und 1 cm Gipskarton. Diese war, obwohl nicht anliegend, weitestgehend schimmelfrei. Nur im Bereich der durchgehenden Fensterbank gab es Schimmel. Diese Innenisolierung haben wir nun entfernt. Die Fenster sind aus 2005 Doppelverglast. Schallschutz ist ebenfalls in allen Fenstern eingebracht. Kann ich kosteneffizient von innen dämmen, und wenn ja, wie? Was muss ich bezüglich der Wärmediffusion beachten? Muss eine Dampfsperre eingebracht werden? Soll ich XPS bzw. EPS verwenden oder mineralische Dämmplatten?

Bei einer Dämmung von innen geht es darum, die Wärmedämmung einer kalten Wand von der Innenseite aus zu verbessern. Dazu muss ein geeigneter Dämmstoff luftdicht und lückenlos montiert werden. Leider hat die Innendämmung einen schlechten Ruf, da sie als möglicher Auslöser von Feuchte- und Schimmelschäden gesehen wird. Diese Auffassung ist jedoch – wenn einige wenige, aber wichtige Verarbeitungshinweise beachtet werden – meiner Erfahrung nach unbegründet. Richtig ausgeführte Dämmungen von innen sind im Altbau meist sinnvoll und sicher!

Der prinzipielle Aufbau der Wärmedämmung von innen ist immer gleich. Er ist weitestgehend unabhängig von der gegebenen Wandkonstruktion und vom gewählten Dämmstoff. Besonders wichtig ist es, den Dämmstoff lückenlos auf alle Teile der Außenwand aufzubringen, also auch in die Fensterlaibungen, auf die Fensterstürze und in die Heizkörpernischen. Es ist zur Kompensation von Wärmebrücken außerdem ratsam, die Flanken, also die eingebundenen Wände und Decken, mit einem spitz auslaufenden Dämmkeil von etwa 30 cm Tiefe zu versehen.

Der Dämmstoff ist so zu verarbeiten, dass er nicht hinterlüftet, also nicht mit Raumluft hinterströmt werden kann. Dazu ist dort, wo die Dämmstoffe auslaufen, eine luftdichte dauerelastische Fuge auszuführen. In diesem Zusammenhang empfehle ich, auf elektrische Installationen in der Dämmschicht zu verzichten. Da die innen gedämmte Außenwand im Winter niedrigere Temperaturen als vor der Maßnahme aufweist, sollten Wasser führende Rohrleitungen raumseitig vor die Dämmung verlegt werden (Einfriergefahr). Von innen nach außen durchgehende Fensterbänke sind zu vermeiden. Vom verwendeten Dämmstoff und der Einbausituation abhängig ist, ob eine Dampfbremse benötigt wird und, wenn ja, welche Eigenschaften diese aufweisen muss. Bei Innendämmungen mit Styropor ist eine Dampfbremse nicht erforderlich, wenn die Dämmstoffstärke 30 mm überschreitet. Eine empfehlenswerte und preiswerte Lösung sind Innendämmungen mit Verbundplatten aus Gipskarton und Styropor, die mit Ansetzbinder angeklebt werden (Link).  Jede Verbundplatte erhält eine umlaufende Klebewulst und Klebebatzen. Kleine Verbundplatten lassen sich besser verarbeiten als Große. Die Dämmstoffstärke sollte 60 mm nicht unterschreiten. Im Bereich der Fensterlaibungen kann auf einen leistungsfähigeren Dämmstoff, wie PU-Schaum, ausgewichen werden. Dadurch kann die Dämmstoffstärke dort reduziert werden. Keinesfalls darf wegen Platzmangels ein Teil der Außenwand ungedämmt bleiben!

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